Schmal oder normal? - Polizeiautos künftig mit zwei Sitzbreiten

Wiesbaden. Hessische Polizisten können für ihre neuen Opel-Streifenwagen künftig zwischen breiten Normalsitzen oder schmaleren Gesundheitssitzen wählen. Grund ist, dass zahlreiche Polizisten über die Enge und die schlechte Sicht in den Dienstwagen geklagt hatten.

Das Landespolizeipräsidium und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) bestätigten am Montag einen entsprechenden Bericht des Hessischen Rundfunks.

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Im April war Kritik an den neuen Dienstwagen Opel Insignia aufgekommen, weil die eingebauten sportlichen und rückenschonenden Sitze („Aktion Gesunder Rücken“ AGR) zu schmal für Polizisten in voller Montur sein sollen. Die hessische Polizei hat 200 dieser Wagen in Dienst gestellt, weitere 600 sollen nach einem Rahmenvertrag folgen. Innenminister Boris Rhein (CDU) erklärte damals, der Vertrag mit Opel werde nicht infrage gestellt.

Für dieses Jahr stehen nun 150 Streifenwagen des Typs Opel Zafira zur Auswechselung an, sagte der GdP-Vize-Landesvorsitzende Lothar Hölzgen der dpa. Dabei solle in den Revieren abgefragt werden, ob die Beamten die Grundausstattungs-Sitze oder AGR-Sitze haben wollten. Ebenso werde bei künftigen Insignia-Lieferungen verfahren.

Im übernächsten Schritt sollten Hessen und die anderen Bundesländer ohnehin auf speziell für den Polizeieinsatz entwickelte Autositze umrüsten, verlangte Hölzgen. Minister Rhein habe dies auch zugesagt.

„Opel muss sich da überhaupt keinen Vorwurf machen“, sagte der Gewerkschaftler. Die Polizei sei mit den Dienstwagen aus Rüsselsheim zufrieden. Auch sei der Unterschied der zwei Sitze nicht ganz so dramatisch wie dargestellt - die Sitzfläche des Normalsitzes sei nur einen Zentimeter breiter. Die AGR-Sitze bieten einen besseren Rücken- und Seitenschutz. Polizisten hatten aber geklagt, dass sie mit Weste, Dienstwaffe und Schlagstock nur schwer darin Platz finden. (dpa)

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