Schmallenberg-Virus breitet sich in Hessen weiter aus

Wiesbaden. Das für Kühe, Schafe und Ziegen gefährliche Schmallenberg-Virus breitet sich in Hessen unvermindert aus.

Am Freitag berichtete der Main-Kinzig-Kreis erstmals von drei Fällen bei Schaf- und Ziegenlämmern, mit weiteren Fällen sei zu rechnen. Betroffen seien Tiere in Schlüchtern und Bruchköbel. In Hessen sind mittlerweile 52 Fälle in 35 Betrieben registriert, wie das Landwirtschaftsministerium in Wiesbaden auf Anfrage mitteilte. Aufgetreten sei das Virus in 15 von 21 Landkreisen.

Zuletzt waren Meldungen über Tiere, die wegen des Virus missgebildet zur Welt kamen, auch in den Landkreisen Gießen, Lahn-Dill und Werra-Meißner bekanntgeworden. Der erste Befund war am 13. Januar in Hessen festgestellt worden. Deutschlandweit sind rund 200 Fälle bekannt.

Mit dem Erreger befallene Tiere leiden an Fieber und verminderter Leistungsfähigkeit. Das Virus wird durch Gnitzen (Stechmücken) übertragen. Die Infektionen der neugeborenen Tiere erfolgte bereits vor Monaten. Schafe sind 150 Tage trächtig.

Das Virus kann Fehlbildungen und Frühgeburten auslösen. Einen Impfstoff gibt es noch nicht. Für Menschen ist das Virus nach bisherigem Kenntnisstand nicht gefährlich. Für die Krankheit besteht derzeit keine Anzeigepflicht.

Der Erreger ist erstmals im vergangenen Herbst bei Schaf- und Rinderherden in den Niederlanden nachgewiesen worden, kurz darauf auch im nordrhein-westfälischen Schmallenberg - daher der Name. (dpa)

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