Unterzeichner des Internet-Aufrufs

Schottern: Spende statt Strafe

Lüneburg. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg hat mehreren Unterzeichnern der Kampagne „Castor schottern“ eine Einstellung des Verfahrens angeboten, wenn sie an gemeinnützige Organisationen spenden. „Dabei handelt es sich um etwa ein Dutzend Personen, die die Tat eingeräumt, sich aber nicht von ihr distanziert haben“, sagte Behördensprecherin Angelika Klee am Freitag. Insgesamt werde gegen rund 1800 Unterzeichner ermittelt. Die Staatsanwaltschaft sieht in dem Internet-Aufruf zum massenhaften Entfernen von Steinen aus dem Gleisbett der Castor-Strecke eine Straftat, auf die bis zu fünf Jahre Haft oder Geldstrafen stehen.

1600 Ermittlungsverfahren

Insgesamt wurden seit November 2010 bereits gegen bis zu 1600 Unterzeichner Ermittlungsverfahren eingeleitet, erklärte die Sprecherin. Anklage wurde noch nicht erhoben. 325 Verfahren seien eingestellt worden, weil die Unterzeichner nicht hinreichend sicher hätten identifiziert werden konnten. Andere wurden vorläufig eingestellt. Hier hätten die Unterzeichner die Tat eingeräumt, ohne sich davon zu distanzieren, sagte die Sprecherin. In diesen Fällen sei die Geldauflage angeboten worden. Die meisten hätten das Angebot angenommen. Wo eine solche Zahlung abgelehnt worden sei, werde Anklage erhoben.

„Die Staatsanwaltschaft weist darauf hin, dass in allen übrigen Fällen eine abschließende Entscheidung noch nicht getroffen worden ist“, betonte Klee. „Schottern“ ist auch unter Atomkraftgegnern umstritten. (lni)

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