Schritte gegen Absaufen der Atomgrube verlangt: Asse-Lauge in die Nordsee?

Atommüll-Fasslager in der Asse, aufgenommen 1978. Foto: Helmholtz Zentrum München/dapd

Hannover/Kassel. Bürgerinitiativen am Atommülllager Asse sind mit dem Vorschlag einer Entsorgung der in das Bergwerk eindringenden Lauge in der Nordsee auf offene Ohren gestoßen. „Der Vorschlag ist interessant“, sagte ein Sprecher des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). Konkrete Pläne gebe es aber nicht.

Die Asse-II-Initiativen forderten in Hannover erneut, die Pumpkapazität im maroden Salzstock bei Wolfenbüttel stark zu erhöhen. So soll ein Absaufen der Grube verhindert und die Bergung der 126 000 Atommüllfässer dort auch bei stärkerem Wasserzufluss möglich bleiben. 12 000 Liter dringen täglich unkontrollierbar von außen ein. Es kann jederzeit mehr werden - bis zu 500 000 Liter täglich glaubt das BfS abpumpen zu können. Für den Transport zum Meer denken die Asse-BIs an Züge oder eine Pipeline.

Der größte Teil des salzgesättigten Wassers, der laut BfS ohne Kontakt zum Atommüll nur aus der Grubenluft leicht mit Tritium belastet ist, wird derzeit noch in das K+S-Bergwerk Mariaglück bei Höfer (Landkreis Celle) gebracht. Der Vertrag mit dem Kasseler Konzern läuft aber aus. Ende 2013, hatte es im März bei K+S geheißen, werde Mariaglück wohl geflutet sein. (wrk)

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