Schüsse auf Kühe: Jäger vor Gericht

OSTERODE. Die tödlichen Schüsse auf mehrere Tiere der seltenen Rasse „Harzer Rotes Höhenvieh“ bekommen jetzt ein gerichtliches Nachspiel. Ein Jäger aus dem Landkreis Osterode muss sich ab Mitte März vor dem Amtsgericht Osterode verantworten. Die Staatsanwaltschaft hat den 37-Jährigen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und Sachbeschädigung angeklagt. Ursprünglich hatte sie einen Strafbefehl über 60 Tagessätze zu je 50 Euro beantragt. Dagegen hatte der Jäger jedoch Einspruch erhoben.

Nächtliche Jagd

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, im Oktober 2010 bei der nächtlichen Jagd auf die weidenden Rinder geschossen zu haben, ohne sich vergewissert zu haben, welche Tiere er vor sich hatte. Damit habe er den Tod der Rinder billigend in Kauf genommen. Die Rinder hätten einen Wert von jeweils 3000 Euro gehabt.

Der Jäger hatte nach dem Vorfall freiwillig seine Waffe und seinen Jagdschein abgegeben. Seither habe er auch keinen neuen Jagdschein beantragt, sagte Erster Kreisrat Gero Geißlreiter. (pid)

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