Störer beschuldigen Kandil

Schuhwürfe bei Trauerfeier

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Die Trauerfeier fand am Dienstag in Kairo statt

Kairo - Wütende Demonstranten haben am Dienstag mit Schuhwürfen und Zwischenrufen die Trauerfeier für die 16 bei einem Anschlag getöteten Grenzsoldaten gestört.

Der zur der Zeremonie in Kairo erschienene Ministerpräsident Hescham Kandil musste von Helfern zur Seite gezogen werden. Präsident Mohammed Mursi nahm aus Sicherheitsgründen nicht an der Veranstaltung teil. Die Störer bezichtigten die Muslimbruderschaft sowie die im Gazastreifen regierende Hamas, für den Tod der Männer verantwortlich zu sein.

Mursi habe mit den bei seinen Auftritten nötigen Vorsichtsmaßnahmen nicht die “Beteiligung der Öffentlichkeit“ behindern wollen, sagte sein Sprecher Jasser Ali am Abend. Die mit der ägyptischen Flagge geschmückten Särge der getöteten Grenzsoldaten wurden nach der Andacht in einer Moschee in der Hauptstadt zu einem nahegelegenen Platz gebracht, wo Verteidigungsminister Hussein Tantawi ihnen vor der Beerdigung Respekt zollte.

Die Soldaten waren am Sonntag an der Grenze zu Israel und dem Gazastreifen ums Leben gekommen, als vermummte Attentäter dort Grenzposten angriffen. Bis zu 30 Täter waren am Dienstag noch auf der Flucht, die ägyptischen Streitkräfte suchten auch mit Kampfhubschraubern nach ihnen. Hinter den Anschlägen werden militante Islamisten vermutet. Der Vorfall auf der Halbinsel Sinai belastete das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Ägypten und Israel weiter. Israel fordert von Ägypten, die Grenze zum Gazastreifen energischer zu bewachen.

dapd

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