Wegen Einmischung in Euro-Krise

Schäuble weist Obama zurecht

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Finanzminister Wolfgang Schäuble

Berlin - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat deutliche Worte an US-Präsident Barack Obama gerichtet. Dieser hatte die Handhabung der Euro-Krise kritisiert.

"Obama soll sich doch erst einmal um die Reduzierung des amerkanischen Defizits kümmern", sagt Schäuble in der ZDF-Sendung "Berlin direkt" vom 24. Juni. "Das ist höher als in der Eurozone." Die Leute seien immer sehr schnell dabei, anderen Ratschläge zu geben. 

Schon während des G20-Gipfels in Mexiko hatten sich die EU-Staaten eine Einmischung bei der Euro-Krise von den anderen Ländern verboten. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso platzte regelrecht der Kragen. Die Dauerkritik an Europa wies er zurück. Man werde sich hier nicht von irgendjemandem belehren lassen.

G-20-Gipfel in Mexiko: Darüber sprachen die Staatsoberhäupter

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Bundeskanzlerin Angela Merkel reagierte auf die Dauerbelehrungen aus Washington kühl und verwies gern auf die Versäumnisse der Amerikaner - auf nicht eingehaltene Zusagen bei der Reform des Internationalen Währungsfonds (IWF) etwa oder beim Abbau des gigantischen US-Staatsdefizits.

US-Präsident Barack Obama drängt die Europäer dennoch seit Monaten zu einer Lösung. Er benötigt ein Ende der Euro-Schuldenkrise für seine Wiederwahl im November.

sr/dpa 

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