Verwunderung über falsche Zahlen

Personalkosten-Kritik: Becker widerspricht Darstellung aus Ministerium

Schwalm-Eder. Der Schwalm-Eder-Kreis gibt landesweit das meiste Geld für Personalkosten aus. Das hat das hessische Innenministerium auf eine Anfrage von CDU-Abgeordneten mitgeteilt. 22 Prozent der Gesamtausgaben würden für Bezüge der Beschäftigen aufgewendet, heißt es.

Platz zwei teilten sich diesen Angabe zufolge im vergangenen Jahr der Vogelsbergkreis und der Landkreis Hersfeld-Rotenburg mit jeweils 20 Prozent.

Bei Vizelandrat Winfried Becker löste die Veröffentlichung Verwunderung aus. Der Anteil der Personalaufwendungen am Gesamthaus betrage für das Haushaltsjahr 2013 18,6 Prozent. Der Etat sei gerade kürzlich von Regierungspräsidium Dr. Walter Lübcke (CDU) genehmigt und auch bezüglich der Personalkosten-Entwicklung ausdrücklich gelobt worden, erklärte Becker.

Anmerkung

Diese Fassung des Artikels wurde um 17.40 Uhr aktualisiert.

Der ursprüngliche fehlerhafte Text der Deutschen Presse-Agentur wurde aufgrund von Recherchefehlern ersetzt.

„Bereits 2012 wurden die Personalkosten durch vielfältige Maßnahmen eingedämmt“, hatte das Regierungspräsidium unter anderem erklärt. Und weiter: „Im Jahr 2013 ist der Landkreis ebenfalls bemüht, durch eine restriktive Personalpolitik die Personalaufwendungen zu begrenzen.“ Die geringsten Personalkosten wies im vergangenen Jahr laut der Mitteilung des Innenministeriums der Landkreis Offenbach mit neun Prozent auf. Im Landkreis Groß-Gerau seien es zehn Prozent gewesen. (hro)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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