Kurs gegen Gassucher bleibt

Schwarz-Grün will Fracking-Branche im Vorfeld stoppen – Gerichtsverfahren offen

Wiesbaden/ Kassel. Den Riesenärger, den Pläne zur Erdgassuche in Nordhessen ausgelöst haben, hat die schwarz-grüne Koalition in ihrem 108-Seiten-Vertrag mit zwei Absätzen bedacht. Darin lehnt sie Fracking ab.

„Die Landesregierung lehnt die Förderung von Schiefergas aus tieferen Gesteinsschichten, das so genannte Fracking, ab. Dies geschieht auf der Grundlage, dass Gesundheits- und Umweltrisiken nicht ausgeschlossen werden können. Wir wollen deshalb bereits die Aufsuchung rechtssicher unterbinden.“

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CDU und Grüne bleiben vor allem mit diesem letzten Satz auf der Linie, die Hessens bisherige Umweltministerin Luzia Puttrich vorgegeben hat: Am besten gleich die Suche nicht erlauben - dann macht später auch Fracking keine Probleme. Mit dieser Strategie hat die alte Landesregierung den Antrag der kanadischen Gassucherfirma BNK abgeblockt, die auf gut 5000 Quadratkilometern zwischen Marburg und Bad Karlshafen Erdgas in Schiefersteinschichten aufspüren wollen.

Suche abgelehnt, hieß es vom RP Darmstadt, dessen Bergabteilung solche Anträge bearbeitet. Aber nur deshalb abgelehnt, weil - anders als die RP-Fachleute - Puttrichs Umweltministerium das so wollte, konterte BNK-Anwalt Fritz von Hammerstein.

Er will den Darmstädter Bescheid vom Kasseler Verwaltungsgericht kippen lassen. Dort ist die Sache nach Informationen unserer Zeitung auch nach Monaten immer noch nicht terminiert. Zuletzt hieß es, vom RP Darmstadt fehle nach wie vor die angeforderte Klageerwiderung.

Von Wolfgang Riek

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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