Steuer-Beichte

Schwarzer bleibt wohl straffrei

München - Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer bleibt nach ihrer Steuer-Beichte wohl straffrei. Die Selbstanzeige sei zulässig, erläutert Bernd Schiffer, Fachanwalt für Steuerrecht, gegenüber dem Münchner Merkur.

"Damit ist der Fall gegessen." Schwarzer hatte am Wochenende eingeräumt, Zinsen eines Schweizer Kontos seit den 1980er Jahren vor dem Finanzamt versteckt zu haben. Sie habe 200.000 Euro plus Säumniszinsen für die vergangenen zehn Jahre nachgezahlt. Bei Steuerhinterziehungen handele es sich ab 50 000 bis 100 000 Euro um einen sogenannten „schweren Fall“, der definitiv zur Freiheitsstrafe führe, erklärt Steuerfachmann Schiffer.

Dabei bezieht sich die Summe allerdings lediglich auf die Gelder, die innerhalb eines Jahres hinterzogen wurden. "Frau Schwarzer hat 200.000 Euro für die vergangenen zehn Jahre nachbezahlt. Das heißt, sie hat anscheinend pro Jahr rund 20 000 Euro Steuern hinterzogen", so Schiffer. Für die früheren Jahre muss Schwarzer keine Steuern nachzahlen. "Steuerrechtlich und strafrechtlich verjährt", sagt Schiffer.

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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