Schweinehalter sind in Existenznot - Futterkosten steigen

Damme/Vechta. Den Schweinehaltern geht es nicht gut: Überproportional gestiegene Futterkosten stehen vergleichsweise niedrige Erlöse gegenüber.

In der Branche gibt es schon seit Jahren einen Strukturwandel – die Zahl der Schweinehalter sinkt. Dieser Trend wird sich nach Experteneinschätzung in den nächsten Jahren noch beschleunigen, sagte am Montag Prof. Hans-Wilhelm Windhorst vom Institut für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten (ISPA) an der Uni Vechta.

„Nur noch Betriebe mit mehr als 1000 Stallplätzen nehmen zu. Alle anderen sind eher rückläufig“, sagte Windhorst. Besonders stark seien kleine landwirtschaftliche Betriebe mit 250 bis 500 Tieren betroffen. Nach Darstellung der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) in Damme bei Vechta stiegen die Futterkosten in den vergangenen Monaten um gut 20 Prozent.

Im Durchschnitt des ersten Halbjahres bekamen die Landwirte pro Kilo Schweinefleisch 1,60 Euro, sagte ISN-Marktreferent Matthias Quaing der dpa: „Wir brauchen 1,90 Euro pro Kilo, um über die Runden zu kommen.“ Allerdings haben die Fleischvermarkter bereits reagiert: Die Preise stiegen seit Ende vergangener Woche auf rund 1,70 Euro. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sieht die Ursache in einer Überproduktion, die nur den Fleischkonzernen nutze. Laut Windhorst liegt der Selbstversorgungsgrad mit Schweinefleisch in Deutschland bei rund 120 Prozent. (lni)

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