Schwere Kämpfe am Flughafen im ukrainischen Konfliktgebiet

Die Kampfhandlungen im Donbass sind so stark wie seit Wochen nicht mehr. Foto: Alexander Ermochenko
1 von 6
Die Kampfhandlungen im Donbass sind so stark wie seit Wochen nicht mehr. Foto: Alexander Ermochenko
Die prorussischen Separatisten werfen den Regierungstruppen vor, mit Panzern und schwerer Artillerie zu schießen. Foto: Alexander Ermochenko
2 von 6
Die prorussischen Separatisten werfen den Regierungstruppen vor, mit Panzern und schwerer Artillerie zu schießen. Foto: Alexander Ermochenko
Bei den seit April andauernden Kämpfen starben bisher mehr als 4700 Menschen. Foto: Sergey Dolzhenko
3 von 6
Bei den seit April andauernden Kämpfen starben bisher mehr als 4700 Menschen. Foto: Sergey Dolzhenko
Präsident Petro Poroschenko (M), seine Frau Maryna und Regierungschef Arseni Jazenjuk nehmen an einer Trauerzeremonie in Kiew teil. Foto: Sergey Dolzhenko
4 von 6
Präsident Petro Poroschenko (M), seine Frau Maryna und Regierungschef Arseni Jazenjuk nehmen an einer Trauerzeremonie in Kiew teil. Foto: Sergey Dolzhenko
Blick in die Ferne: Ein Soldat beim Abschied in Kiew. Foto: Sergey Dolzhenko
5 von 6
Blick in die Ferne: Ein Soldat beim Abschied in Kiew. Foto: Sergey Dolzhenko
"Je suis Donbas": Solidarität auf dem Maidan. FOto: Sergey Dolzhenko
6 von 6
"Je suis Donbas": Solidarität auf dem Maidan. FOto: Sergey Dolzhenko

Kiew/Donezk (dpa) - Im Konfliktgebiet Ostukraine kämpfen Regierungstruppen und Separatisten erbittert um die Kontrolle über den strategisch wichtigen Flughafen Donezk. Das Militär beklagte mehrere Tote und Verletzte.

Am Rande einer Trauerzeremonie in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mit Tausenden Menschen lobte Präsident Petro Poroschenko den Mut der Soldaten beim Kampf um den Airport. "Wir geben keinen Fußbreit vom ukrainischen Boden her", sagte der prowestliche Staatschef. Er kündigte auf dem Unabhängigkeitsplatz - dem Maidan - an, "die ukrainische Staatlichkeit im Donbass" wieder herzustellen.

Die prorussischen Separatisten warfen den Regierungstruppen vor, mit Panzern und schwerer Artillerie zu schießen. Mehrere Stadtteile von Donezk seien unter Beschuss, darunter auch Bereiche des Stadtzentrums, teilten die Aufständischen mit. Sie hatten am Samstag behauptet, den Flughafen unter ihre Kontrolle gebracht zu haben. Der ukrainische Militärsprecher Andrej Lyssenko wies dies zurück.

"Die Kräfte der Anti-Terror-Operation halten dieses strategisch wichtige Objekt unter ihrer Kontrolle", sagte Lyssenko Medien in Kiew zufolge. Er sprach von einer schwierigen Lage am Flughafen. Das ukrainische Verteidigungsministerium teilte mit, dass drei Soldaten bei den Kämpfen auf dem Flughafen getötet und mehr als 30 verletzt worden seien. Nach Darstellung der Separatisten starben auch mindestens zwei Zivilisten in der Kampfzone am Samstag.

Wohnviertel in den Regionen Donezk und Lugansk seien trotz einer Waffenruhe unter schwerem Dauerfeuer der Regierungstruppen, beklagte Separatistenführer Alexander Sachartschenko. Es handele sich um einen "Versuch Kiews, den Krieg wieder voll zu entfesseln", sagte er.

Nach Einschätzung von Beobachtern der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat sich die Lage im Donbass ungeachtet einer vereinbarten Waffenruhe deutlich verschlechtert. Am Freitag war ein Anlauf für neue Friedensgespräche der Ukraine-Kontaktgruppe in der weißrussischen Hauptstadt Minsk fehlgeschlagen. Ein neuer Termin stand zunächst nicht fest. Bei den seit April andauernden Kämpfen starben bisher mehr als 4700 Menschen. Hunderttausende sind auf der Flucht.

OSZE bei Twitter

Das könnte Sie auch interessieren

Weitere Fotostrecken des Ressorts

NSU-Urteil: Bilder vom Gerichtsprozess gegen Beate Zschäpe
Im NSU-Prozess lautet das Urteil gegen Beate Zschäpe Höchststrafe. Zschäpe hat sich laut Gericht in zehn Mordfällen …
NSU-Urteil: Bilder vom Gerichtsprozess gegen Beate Zschäpe
Neue Ausrüstung für die Polizei in Hessen 
Hessen investiert so viel Geld wie nie in die Ausrüstung der Polizei. 137 Millionen Euro sind im Doppelhaushalt 2018/19 …
Neue Ausrüstung für die Polizei in Hessen 

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.