Schwere Unfälle auf hessischen Autobahnen - zwei Tote

Gießen. Schlimme Karambolagen haben auf hessischen Autobahnen lange Staus im Berufsverkehr verursacht. Stets waren Lastwagen die Ursache.

Mehrere schwere Unfällen haben am Dienstagmorgen vor allem in Mittelhessen lange Staus im Berufsverkehr ausgelöst. Bei einer Serienkarambolage auf der A45 in der Nähe von Herborn krachten mehrere Lastwagen ineinander, ein Mensch kam dabei ums Leben. Die Autobahn muss nach Einschätzung der Polizei mindestens bis zum Mittag voll gesperrt werden. Auch auf der A3 starb ein Autofahrer bei einem Unfall zwischen Niedernhausen und Medenbach (Rheingau-Taunus-Kreis).

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war der Lastwagen auf der A45 aus Richtung Dortmund kommend in den Gegenverkehr geraten. Mehrere weitere Lastwagen prallten auf, teilte das Polizeipräsidium Mittelhessen in Gießen mit. Ein Mann starb, zwei Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht, weitere Autofahrer mussten aus den Wracks befreit werden. An der Unfallstelle liefen große Mengen an Treibstoff aus. Die Rettungskräfte aus Herborn und Dillenburg waren mit rund 40 Helfern, vier Rettungswagen und zwei Notärzten am Unfallort.

Ein 53 Jahre alter Mann verunglückte bei einem weiteren Unfall auf der Autobahn 3 tödlich. Er war mit seinem Kleintransporter über einen verlorenen Lastwagen-Ersatzreifen gefahren und von der Straße abgekommen. Der Transporter rammte erst die Mittelleitplanke und stieß dann gegen einen Eisenpfosten der Autobahnschilder.

Auch auf der Autobahn 5 bei Bad Nauheim (Wetteraukreis) war am Morgen Geduld gefragt im Berufsverkehr: Ein Lastwagen stürzte aus bislang ungeklärter Ursache um, mehrere Autos konnten nicht rechtzeitig ausweichen und fuhren auf den umgekippten Laster auf. Die Autobahn war in Richtung Frankfurt für zwei Stunden zwischen der Anschlussstellen Ober-Mörlen und Friedberg voll gesperrt, wie die Polizei mitteilte. Der Lastwagenfahrer erlitt leichte Verletzungen, die anderen Beteiligten blieben unverletzt. Die Höhe des Sachschadens war zunächst noch unbekannt. (dpa)

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