Bundestagswahl im September

Seehofer: Merkel wird gemeinsame Kanzlerkandidatin der Union

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CSU-Chef Seehofer und Bundeskanzlerin Merkel. Merkel wird Kanzlerkandidatin der Union. Foto: Soeren Stache/Archiv

Berlin (dpa) - Die CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel wird gemeinsame Kanzlerkandidatin von CSU und CDU im Bundestagswahlkampf. Dies hat CSU-Chef Horst Seehofer eine Woche vor einem Treffen der Unionsspitzen in München bekanntgegeben.

"Angela Merkel wird nach diesem Gipfel die gemeinsame Kanzlerkandidatin von CSU und CDU sein", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Bild am Sonntag".

Merkel repräsentiere Deutschland nicht nur erstklassig, sondern führe auch auf internationaler Ebene. Mit ihr könne die CSU die meisten ihrer Vorstellungen realisieren: "Es geht um die Sicherheit in unserem Land, aber auch um soziale Gerechtigkeit für Familien, die Sicherheit der Rente, die Anliegen der kleinen Leute und um Ordnung und Orientierung bei der Zuwanderung."

Das Treffen der Schwesterparteien am 5. und 6. Februar hatte wochenlang in Frage gestanden. Seehofer sagte nun dazu: "Wir wollen und müssen uns treffen, weil es eine neue innenpolitische Lage gibt und weil die ganze Welt im Umbruch ist."

Seehofer pochte weiter auf eine feste Obergrenze für den Zuzug von Flüchtlinge. Die Forderung will er in den "Bayern-Plan" der CSU aufneh­men und dann nach der Bundestagswahl zur Bedingung für eine erneute Beteiligung seiner Partei an der Bundesregierung machen: "Wir geben unsere Position in dieser Frage nicht auf, weil sie richtig ist und weil wir unsere Glaubwürdigkeit nicht beschädigen werden", sagte er. "Da gilt das Gleiche wie bei der Pkw-Maut vor vier Jahren: ohne Obergrenze keine Koalition mit der CSU."

Bei der Frage nach einem Koalitionspartner setzt Seehofer auf die FDP und lehnt ein schwarz-grünes Bündnis ab. "Diese Grünen scheiden für mich als Koalitionspartner aus."

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