Selbstmordanschläge in Aleppo: Viele Tote

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Aleppo nach den Anschlägen

Damaskus - Bei Selbstmordanschlägen in der syrischen Stadt Aleppo sind am Mittwoch mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen.

Das verlautete aus Kreisen syrischer Behörden. Dutzende Menschen seien zudem verwundet worden. Die Bomben detonierten auf einem zentralen Platz, in der Nähe eines Offiziers-Clubs.

Zuvor hatten syrische Rebellen berichtet, dass in Aleppo innerhalb weniger Minuten mindestens zwei Bomben explodiert seien. Im syrischen Fernsehen waren Bilder von großen Zerstörungen zu sehen. Verantwortlich seien Terroristen, hieß es. Das Gebiet wird von Regierungssoldaten kontrolliert. Die Rebellen starteten in der vergangenen Woche eine neue Offensive in Aleppo.

Bei einem Großbrand im historischen Basar von Aleppo waren am Montag mehr als 500 Geschäfte zerstört worden. Das berichtete die regimetreue syrische Tageszeitung „Al-Watan„ am Montag. Das Blatt gab den bewaffneten Regimegegnern die Schuld an dem Brand. Der hatte in der Nacht zum Samstag große Teile des überdachten mittelalterlichen Basarviertels („Souk al-Madina“) erfasst.

Die Unesco hatte zuvor erklärt, die Zerstörung der zum Weltkulturerbe zählenden Altstadt sei eine große Tragödie. Der Basar von Aleppo ist das größte historische überdachte Marktviertel der Welt. Die Gassen des Basars sind insgesamt mehr als 13 Kilometer lang.

„Al-Watan“ schrieb, Bewaffnete hätten „diesen einzigartigen historischen Ort besetzt, um von dort aus die Soldaten der Arabischen Syrischen Armee anzugreifen“. Nun seien Dutzende historischer Fassaden und antiker Holztüren verbrannt.

Die Opposition hatte zuvor erklärt, die Regierungstruppen hätten das Basarviertel nicht nur angegriffen, um die Revolutionstruppen zu vertreiben. Ziel sei es auch gewesen, „sich an den Händlern zu rächen, die den Kämpfern Unterschlupf geboten hatten.

dapd/dpa

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