Selbstmordattentat auf britischen Botschafter

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Straßensperren in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sollen der Terrorabwehr dienen.

Sanaa - Wegen der Terrorgefahr sind westliche Botschaften im Jemen hinter Mauern und Betonblöcken versteckt. Trotzdem geraten ihre Mitarbeiter immer wieder ins Fadenkreuz der Terroristen. Jetzt hat es den britischen Botschafter getroffen.

Ein Selbstmordattentäter hat am Montag versucht, den britischen Botschafter im Jemen zu töten. Augenzeugen und Beamte des Innenministeriums in der Hauptstadt Sanaa berichteten, der Sprengsatz, den sich der Terrorist umgeschnallt hatte, sei explodiert kurz bevor der Wagen von Tim Torlot vorbeifuhr. Außer dem Attentäter sei niemand ums Leben gekommen.

Der Anschlag ereignete sich auf einer Straße unweit der Botschaft. Die westlichen Botschaften in Sanaa sind wegen der Terrorgefahr alle hinter hohen Mauern und Betonblöcken versteckt. Die Aktivitäten der Al-Kaida-Terroristen im Jemen nehmen seit etwa zwei Jahren wieder zu. Um dem gewachsenen Fahndungsdruck in der Heimat zu entgehen, haben sich in dem südarabischen Land auch einige Terroristen aus dem benachbarten Saudi-Arabien niedergelassen.

Im März 2009 hatte sich ein Terrorist in Sanaa neben einer Delegation aus Südkorea in die Luft gesprengt. Auch damals war nur der Attentäter gestorben. Die Delegation war nach Sanaa gekommen, um einen Terroranschlag in einer jemenitischen Provinz Hadhramaut zu untersuchen, bei dem wenige Tage zuvor vier koreanische Touristen getötet worden waren.

dpa

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