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Zwölfmal überlebt: Selenskyj entging mehrfach russischen Attentaten

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Von: Franziska Schwarz

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Ukraine-Krieg: Wolodymyr Selenskyj gedenkt in Lwiw gefallenen ukrainischen Soldaten.
Aufnahme vom 11. Januar: Selenskyj gedenkt in Lwiw gefallenen ukrainischen Soldaten. © Handout/Ukrainian Presidential Press Service/AFP

Russland nennt es „Reality-Check“: Attentate auf Wolodymyr Selenskyj. Seit Beginn des Ukraine-Krieges entging er zwölf Versuchen. Doch er versteckt sich nicht.

München – Das geheime Treffen der beiden Männer fand kurz vor Beginn des Ukraine-Kriegs statt. CIA-Chef William Burns war in Kiew und warnte Wolodymyr Selenskyj, dass Moskau ihm einen „Reality Check“ verpassen wolle. Diesen Begriff wählen die Russen für: den ukrainischen Präsidenten ermorden.

Diese Angaben macht Chris Whipple in seinem Buch „The Fight of His Life: Inside Joe Biden’s White House“, das an diesem Dienstag (17. Januar) auf Englisch herauskommt. Die ukrainische Online-Zeitung Ukrajinska Prawda zitiert daraus weiter: „Das erregte sofort Selenskyjs Aufmerksamkeit; er war betroffen und ernüchtert über diese Nachricht.“

Seither gab es laut Whipples Buch mindestens zwölf Attentatsversuche auf Selenskyj. Der Autor und Dokumentarfilmer beruft sich dabei auf nicht namentlich genannte ukrainische Beamte. Selenskyj überlebte die Mordversuche – bei zwei von ihnen verdankte er das den „sehr präzisen“ Warnungen, die US-Geheimdienstchef Burns bei besagten Treffen in Kiew aussprach. Das berichtet merkur.de.

Attentate auf Selenskyj: Angeblich gut ein Dutzend in den ersten Tagen von Russlands Angriffskrieg

Dachte Kremlchef Wladimir Putin womöglich, dass dies ein kurzer Weg zum Sieg für Moskau im Angriffskrieg sein könnte? Bereits im März 2022 hatte die britische Zeitung The Times von drei russischen Attentatsversuchen auf Selenskyj berichtet – seit dem 24. Februar 2022, dem Kriegsbeginn. Präsidentenberater Mychailo Podoljak hingegen sprach im selben Monat schon von gut einem Dutzend derartiger Vorfälle.

Der Flug in die USA im Dezember 2022 war dann Selenskyjs erste Auslandsreise seit Kriegsbeginn. Nur einen Tag zuvor war er noch bei Soldaten im heftig umkämpften Bachmut im Osten der Ukraine gewesen. Es war sein wohl gefährlichster Frontbesuch bisher.

Seither hat sich Selenskyj in hunderten nächtlichen Ansprachen an die Nation gewandt, seinen Landsleuten Mut zugesprochen und den Sieg in Aussicht gestellt. Nur einmal zeigte sich Selenskyj niedergeschlagen: beim Besuch im Kiewer Vorort Butscha, der zum Symbol für die russischen Gräueltaten in dem Krieg wurde. (frs)

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