Zum Semesterstart fehlen Studentenwohnungen in Niedersachsen

Hannover. Kurz vor dem Start des Wintersemesters ist die Lage auf dem Wohnungsmarkt für Studenten in Niedersachsen angespannt. Landesweit stehen für knapp 168 000 Studierende gut 18 500 Wohnheimplätze zur Verfügung.

"Es gibt überall mehr Nachfrage als Angebot", sagte die Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft der Studentenwerke, Birgit Bornemann, der Deutschen Presse-Agentur in Osnabrück. Aufgrund des doppelten Abiturjahrgangs und der Internationalisierung der Studiengänge stieg das Interesse an niedersächsischen Hochschulen. Dagegen blieb die Zahl der Wohnheimplätze in etwa konstant.

"Es wäre schön, wenn das Land ein Förderprogramm zur Schaffung studentischen Wohnraums auflegen würde", sagte Bornemann. Derartige Programme gibt es bereits in anderen Bundesländern wie zum Beispiel Bayern. Darüber hinaus könnten Mittel aus dem sozialen Wohnungsbau den fünf Studentenwerken im Land zur Verfügung gestellt werden, meinte die Geschäftsführerin des Studentenwerks Osnabrück. Dort wird jetzt eine Kampagne gestartet, um private Haus- und Wohnungsbesitzer zu ermuntern, zum Semesterbeginn kurzfristig Zimmer zur Untermiete anzubieten.

In Hannover hatten zum Start des Wintersemesters vor einem Jahr nur 774 von 2626 Bewerbern einen Wohnheimplatz erhalten. "Wir sind der Standort mit den größten Problemen", sagte der Geschäftsführer des Studentenwerks der niedersächsischen Landeshauptstadt, Eberhard Hoffmann. Günstige Alternativen auf dem privaten Wohnungsmarkt gebe es kaum, weil Hannover nach Berlin die Stadt mit den meisten Single-Haushalten sei. "Da ist es unheimlich schwierig, ein kleines Appartement zu finden." (dpa)

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