Seoul hofft auf erneute Atomgespräche

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Der südkoreanische Präsident Lee Myung Bak

Seoul - Der südkoreanische Präsident Lee Myung Bak hat sich am Montag offen für erneute Atomgespräche mit dem Norden gezeigt. Zugleich sprach er eine Warnung aus.

Lee Myung Bak warnte Nordkorea in einer im Fernsehen ausgestrahlten Rede, jegliche Provokation zu unterlassen. Die koreanische Halbinsel befinde sich nun an einem Wendepunkt, sagte Lee. Demonstriere Nordkorea Aufrichtigkeit, könne eine neue Ära beginnen, sagte er weiter. Wenn das kommunistische Nachbarland mit seinen Atomaktivitäten nicht weiter fortfahre, könnten die Verhandlungen fortgesetzt werden, sagte Lee.

Nordkorea warf Lee am Montag vor, er plane den Norden zu erschüttern, indem er die Streitkräfte nach dem Tod Kim Jong Ils vorübergehend in Alarmbereitschaft versetzt habe. Der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA zufolge forderte die staatliche Zeitung „Rodong Sinmun“ in einem Kommentar, dass Lee sich für seine Handlungen „niederknien und entschuldigen“ müsse.

Nordkoreaner trauern um Kim Jong Il

Nordkoreaner trauern um Kim Jong Il

Die Rede des südkoreanischen Präsidenten erfolgte einen Tag nachdem Nordkorea in einer Neujahrs-Ansprache mitgeteilt hatte, dass es seine Streitkräfte stärken und den Sohn des jüngst verstorbenen Kim Jong Il „bis zum Tod“ verteidigen werde. Nordkorea hat seit 2006 zwei Atomtests durchgeführt.

Nordkorea hatte bereits signalisiert, dass es im Gegenzug für Hilfslieferungen, die ins Stocken geratenen Sechs-Parteien-Gespräche über sein Atomprogramm wieder aufnehmen würde. Allerdings verlangen Washington und Seoul, dass der Norden zunächst Fortschritte hinsichtlich früherer Abrüstungsverpflichtungen zeigt.

dapd

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