Angst vor Dieben: Serengeti-Park schützt seine Nashörner

Hodenhagen/Hannover. Nach einer Warnung des Landeskriminalamtes vor international tätigen Diebesbanden sorgen sich Zoos in Niedersachsen um die Sicherheit ihrer Nashörner.

Nach mehreren Diebstählen präparierter Hörner befürchten das Landeskriminalamt (LKA) und die europäische Polizeibehörde Europol, dass die Täter auch vor lebenden Tieren nicht länger haltmachen.

„Nashorn-Hörner sind schon seit längerer Zeit sehr wertvoll“, sagt Frank Federau, Sprecher des LKA Niedersachsen. Sie gelten in manchen Kreisen als Heilmittel für Malaria und Krebs. Mit 50.000 Euro pro Kilogramm liege der Wert noch über dem Goldpreis. Ein Horn kann durchaus mehrere Kilo wiegen. In Europa ist bereits eine ganze Reihe von Diebstählen in Museen registriert worden, darunter vier Fälle in Deutschland.

In Niedersachsen wurden aus einem Jagdmuseum in Oerrel zwei Hörner gestohlen. Nun gebe es Hinweise darauf, dass eine Tätergruppe aus dem englischsprachigen Raum auch in Deutschland aktiv werde, sagt Federau. Laut Europol könnte es sich um eine irische Bande handeln. „Und wir können nicht ausschließen, dass sie auch lebende Tiere angehen“, sagt LKA-Sprecher Federau.

Die Tierparks haben bereits reagiert: Der Serengeti-Park in Hodenhagen hat die Sicherheit für seine zehn Nashörner deutlich verstärkt. „Wir haben Infrarotkameras installiert und zusätzliche Stahltüren eingebaut“, sagte eine Sprecherin. Zudem seien die Hörner der Tiere mit einem Insektengift eingerieben worden, um Diebe abzuschrecken. (gör/lni)

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