Chinesische Staatsmedien genarrt

Sexbombe Kim Jong Un? Reingefallen!

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Kim Jong Un

Peking - Peinlich, peinlich: Chinesische Staatsmedien haben am Mittwoch eine Hymne auf die sexuelle Anziehungskraft des nordkoreanischen Diktators Kim Jong Un von ihrer Webseite verschwinden lassen.

„People's Daily“, die englischsprachige Zeitung der kommunistischen Partei, war mit dem Bericht auf das US-Satiremedium „The Onion“ hereingefallen. „The Onion“ hatte Kim Mitte November zum „Sexiest Man Alive“ 2012 gekürt.

Prompt fiel man in China auf die Lobeshymne auf den „in Pjöngjang geborenen Herzensbrecher“ herein. Am Dienstag veröffentlichte „People's Daily“ mehrere Seiten mit Fotos von Kim Jong Un, komplett mit „Onion“-Zitaten: „Mit seinem umwerfend gut aussehenden, runden Gesicht, seinem jungenhaften Charme und seiner kräftigen, stämmigen Figur“ sei Kim der „fleischgewordene Traum aller Frauen“, schrieb die Satirewebsite. Im Vorjahr hatte Syriens Machthaber Baschar al-Assad gewonnen.

Am Mittwoch lobte „The Onion“ in einer aktualisierten Version der Story den „ausgezeichneten Bericht der Genossen“ und verwies auf die Webseite der chinesischen Zeitung. Doch da hatte „People's Daily“ ihren Fehltritt bereits gelöscht. Die chinesische Version des Blattes hatte vor einigen Tagen ebenfalls von Kim Jong Uns Sexappeal berichtet, erwähnte allerdings, dass es sich um eine Satire handele. Auch dieser Artikel wurde von der Internetseite der Zeitung gelöscht.

Der knapp 30-jährige Kim war im Vorjahr seinem verstorbenen Vater Kim Jong Il an der Spitze des kommunistischen Regimes in Nordkorea nachgefolgt. Erst im September war die iranische Nachrichtenagentur Fars einem „Onion“-Artikel auf den Leim gegangen. Fars nahm einen Artikel für bare Münze, in dem die Satirewebsite behauptet hatte, Amerikaner in ländlichen Gebieten würden lieber Irans Präsidenten Mahmoud Ahmadinedschad wählen als Barack Obama.

dpa

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