CSU: Vorwürfe gegen Wulff haltlos

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Er könne nur feststellen, dass der Sachverhalt offen erklärt sei und es nichts zu kritisieren gebe, sagte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt am Dienstag in Berlin.

Berlin - Die Vorwürfe gegen Bundespräsident Christian Wulff wegen eines 500.000-Euro-Kredits aus seiner Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident sind nach Einschätzung der CSU haltlos. Die Linke sieht das etwas anders.

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Er könne nur feststellen, dass der Sachverhalt offen erklärt sei und es nichts zu kritisieren gebe, sagte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt am Dienstag in Berlin. Da sei nichts offen. Auf die Frage, wie viel Nähe der Politik zur Wirtschaft zulässig sei, sagte Dobrindt dem ARD-“Hauptstadtstudio“, es gebe zwangsläufig eine Nähe der Politik zu allen gesellschaftlichen Gruppen. Distanz sei gewünscht, werde aber auch eingehalten. Im Fall Wulff sei die Situation vollständig geklärt, eine “Geschmäckle“ gebe es nicht.

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Wulff steht wegen eines Privatkredits in der Kritik, den er vom befreundeten Osnabrücker Unternehmerpaar Geerkens bekam. Mit dem Geld bezahlten die Wulffs nach Angaben des Bundespräsidialamts 2008 ihr Einfamilienhaus in Burgwedel.

Linke: Bundespräsident hat Ansehen verloren

Das Ansehen von Bundespräsident Wulff ist nach Ansicht der Linken durch ein umstrittenes Privatdarlehen erheblich beschädigt worden. Da er nur den Kredit der Unternehmerfrau Edith Geerkens angenommen habe, habe er zwar volljuristisch gesehen richtig gehandelt, sagte Ulrich Maurer, Mitglied des Vorstands, am Dienstag in Berlin. “Aber unsere Erwartungen an einen Bundespräsidenten sind etwas höher als nur formal juristisches Verhalten.“

dapd

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