Kurs-Debatte in der SPD

Sigmar Gabriel geht auf Juso-Chef Kühnert zu

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Juso-Chef Kevin Kühnert ist gegen eine Fortsetzung der Koalition mit der Union. Foto: Andreas Arnold

Der geschäftsführende Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat an seine Partei appelliert, den Juso-Vorsitzenden und entschiedenen GroKo-Gegner Kevin Kühnert stärker einzubinden.

Berlin - In der Sache sei er anderer Meinung als der Juso-Chef, sagt Gabriel dem "Spiegel". Aber ihn beeindrucke das Engagement der Jungsozialisten um Kühnert. "Da kämpfen tolle junge Leute. Was will eine Partei mehr?", sagte Gabriel. "Wenn es die SPD schafft, jetzt eine gute Regierung zu bilden und gleichzeitig diese junge Generation mit ihrem Engagement und Enthusiasmus zu halten, ist mir um die Zukunft der SPD nicht bange."

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Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Malu Dreyer sagte dem Nachrichtenmagazin zu Kühnert: "Natürlich wird er eine wichtige Rolle spielen bei der Erneuerung der SPD." Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin betonte: "Es wird eine wichtige Aufgabe sein, Befürworter und Gegner einer großen Koalition zusammenzuführen."

Kühnert steht an der Spitze der Gegner einer erneuten großen Koalition in der SPD. Bis zum kommenden Freitag läuft in der Partei noch der Mitgliederentscheid zu dieser Frage. Daran haben sich nach SPD-Angaben bereits genügend Sozialdemokraten beteiligt, damit das Votum verbindlich ist. Dies ist erreicht, wenn mindestens 20 Prozent der Mitglieder abstimmen.

Nach Einschätzung von SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles wird die Diskussion in der SPD sachlicher. "Wir gehen zuversichtlich da ran", sagte die designierte SPD-Bundesvorsitzende kurz vor Beginn einer Regionalkonferenz mit mehreren Hundert Mitgliedern vor allem aus Berlin und Brandenburg in Potsdam. Brandenburgs SPD-Partei- und Regierungschef Dietmar Woidke sagte, Ziel sei es nun, das beste Ergebnis für Deutschland und für die SPD zu erreichen. SPD-Vizechefin Manuela Schwesig sagte, sie höre viel Zustimmung zum Inhalt des Koalitionsvertrages, es fehle aber teils das Vertrauen, dass er mit dem Koalitionspartner diesmal auch wirklich so umgesetzt werden könne.

dpa

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