Pandemie

Silvester 2021: Böllerverbot und Co. - Diese Corona-Regeln gelten zum Jahreswechsel

Wie im Vorjahr gelten auch 2021 an Silvester Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie. (Symbolbild)
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Wie im Vorjahr gelten auch 2021 an Silvester Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie. (Symbolbild)

Auch zum Jahresende macht die Corona-Pandemie keine Pause. An den Feiertagen wurde weiter geimpft und gegen Maßnahmen demonstriert. Über Silvester gelten schärfere Regeln.

Kassel – In mehreren Bundesländern gelten seit Montag oder Dienstag (27. & 28 .12.2021) verschärfte Corona-Bestimmungen. Kontakte im privaten und öffentlichen Leben werden weiter eingeschränkt, insbesondere um sich gegen die sehr ansteckende Omikron-Variante zu rüsten.

Manche Bundesländer hatten mit verschärften Corona-Regeln bereits zu Weihnachten begonnen, andere ziehen nun nach. Seit Montag gelten beispielsweise in Niedersachsen strengere Regeln. Am Dienstag folgten weitere Länder. Auf diese Maßnahmen hatten sich Bund und Länder bei einem Corona-Gipfel am 21. Dezember verständigt. 

Corona-Regeln über Silvester: Was jetzt gilt

In Niedersachsen gilt seit Montag für Geimpfte und Genesene mindestens bis zum 11. Januar bei privaten Treffen drinnen oder draußen eine Obergrenze von zehn Menschen. Wenn in einem Haushalt jemand ohne Corona-Impfung dabei ist, bleiben die bestehenden Regeln unverändert: Zu privaten Treffen dürfen nur bis zu zwei Menschen eines anderen Haushalts hinzukommen, Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt. In Hessen und weiteren Bundesländern traten am Dienstag strengere Regeln in Kraft.

Seit dem 28. Dezember 2021 gelten folgende Corona-Beschlüsse:

  • Kontaktbeschränkungen: Maximal zehn Personen dürfen im Innen- und Außenbereich zusammenkommen – das gilt auch für Geimpfte und Genesene, Kinder bis 14 Jahre sind ausgenommen. Auch Silvester-Feiern unterliegen dieser Regel. Sobald eine ungeimpfte Person teilnimmt, gilt eine Beschränkung auf den eigenen Haushalt und höchstens zwei Personen eines weiteren Haushalts.
  • Fußballspiele und Veranstaltungen: Für kulturelle Veranstaltungen im Theater und Kino gilt weiterhin mindestens 2G. Großveranstaltungen müssen ohne Publikum stattfinden, Fußballspiele werden daher wieder zu Geisterspielen und somit vor leeren Zuschauerrängen ausgetragen.
  • Arbeitsplatz und Einzelhandel: An der Arbeit sowie im Einzelhandel soll weiterhin mindestens die 3G-Regel gelten.
  • Feuerwerk: Zwar wurde der Verkauf von Feuerwerkskörpern bundesweit verboten, doch ein generelles Feuerwerks-Verbot gibt es nicht. Wer sich also bereits mit Böllern eingedeckt hat, darf diese auch an außerhalb von festgelegten Verbotszonen, darunter große Plätze und Parks, an Silvester zünden. Darüber hinaus sind Wunderkerzen, Knallerbsen oder Tischfeuerwerk weiterhin zugelassen und können bei Aldi, Lidl & Co. gekauft werden.

Corona-Regeln über Silvester: Ziel von 30 Millionen Impfungen bis zum Jahresende erreicht

Gegen das Coronavirus wurde auch über die Feiertage in Deutschland weiter geimpft. Die Bundesregierung erreichte nun ihr Mitte November gesetztes Ziel von 30 Millionen Impfungen bis zum Jahresende, wie Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Sonntag (26.12.2021) mitteilte. Rund 147 Millionen Impfdosen wurden bislang verabreicht. Am 27. Dezember 2020 hatte die Impfkampagne offiziell begonnen, vereinzelt war einen Tag früher mit den Impfungen begonnen worden. 

Nach Darstellung des Impfdashboards sind aktuell 21,6 Millionen Menschen in Deutschland noch ungeimpft (26 Prozent der Bevölkerung, Stand: 29.12.2021). Davon sind 4 Millionen im Alter von 0 bis 4 Jahren (4,8 Prozent der Bevölkerung), für diese stehen noch keine Impfstoffe zur Verfügung. 

Corona-Maßnahmen über Silvester: Allgemeine Impfpflicht wird derzeit stark diskutiert

Um die Corona-Impfkampagne weiter voranzutreiben, wird über eine allgemeine Impfpflicht diskutiert. Im Bundestag könnte es im Januar dazu eine erste Debatte geben. Bereits beschlossen ist eine Impfpflicht für Beschäftigte in Kliniken oder Pflegeheimen. Bis zum 15. März müssen alle Beschäftigten in diesen Bereichen eine vollständige Impfung nachweisen.

Der designierte CDU-Vorsitzende Friedrich Merz regte einen Stufenplan an, um weitere Gruppen in eine Impfpflicht einzubeziehen. Eine allgemeine Impfpflicht wirft aus Sicht von Merz eine Reihe von ethischen, verfassungsrechtlichen und organisatorischen Fragen auf. „Die müssen vor einer Beschlussfassung geklärt sein“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

„Vielleicht könnte eine Art Stufenplan für gruppenbezogene Impfpflichten auch zum Ziel führen“, fügte er hinzu. Er nannte etwa Bedienstete in Schulen, Kitas und Universitäten, aber auch Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisationen. „Ihnen könnte man eine solche Pflicht auferlegen, weil sie von Anfang ihrer Tätigkeit an eine Verpflichtung eingegangen sind, diesem Land zu dienen“, betonte der CDU-Politiker. (Luisa Weckesser mit dpa)

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