Neue Forsa-Umfrage 

Schlechte Noten: So beurteilen bayerische Wähler Söder und Seehofer im Asyl-Streit 

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In Bayern wird am 14. Oktober ein neuer Landtag gewählt, die CSU kämpft um ihre absolute Mehrheit

Eine neue Umfrage enthüllt, wie bayerische Wähler das rabiate Vorgehen von Markus Söder und Horst Seehofer in der Flüchtlingspolitik beurteilen. Das Ergebnis überrascht.   

München - Ihre Strategie in der Flüchtlingspolitik hat der CSU in Bayern laut einer Umfrage zur Landtagswahl nichts genutzt. Dem am Montag veröffentlichten RTL/NTV-Trendbarometer zufolge kämen die Christsozialen um Ministerpräsident Markus Söder und Bundesinnenminister Horst Seehofer derzeit auf 40 Prozent und wären damit deutlich von der angestrebten absoluten Mehrheit entfernt. Gegenüber ihrem Ergebnis bei der Landtagswahl von 2013 würde sie damit 7,7 Prozentpunkte verlieren.

CSU kann nicht einmal eigene Anhänger überzeugen

Die Grünen kämen der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa zufolge derzeit auf 14 Prozent, die SPD und die AfD erreichten je 13 Prozent, die Freien Wähler acht Prozent und die FDP fünf Prozent. Die Linke könnte in Bayern drei Prozent für sich verbuchen.

Forsa-Chef Manfred Güllner bezeichnete das Vorgehen der CSU im unionsinternen Streit um die Flüchtlingspolitik mit der CDU um Bundeskanzlerin Angela Merkel als kontraproduktiv. "Mit ihrem rabiaten Vorgehen gegen die Kanzlerin schadet die CSU-Spitze nicht nur der Union insgesamt, sondern vor allem auch der eigenen Partei - die CSU kann nicht einmal die eigenen Anhänger geschweige denn die Mehrheit der bayerischen Landsleute überzeugen."

Demnach bewertet die Mehrheit der Bayern auch die Arbeit von Söder und Seehofer negativ. Nur 38 Prozent der Einwohner des Bundeslands sind mit Söder zufrieden. Selbst unter CSU-Anhängern hat Merkel mehr Befürworter. Während 61 Prozent der CSU-Anhänger mit der Arbeit der Kanzlerin zufrieden sind, sagen 56 Prozent dies über Söder.

Am 14. Oktober schlägt die Stunde der Wahrheit

Mit Blick auf die Arbeit von Innenminister Seehofer in Berlin gibt es ebenfalls Diskrepanzen. Während dieser die Flüchtlingspolitik in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellt, sind 75 Prozent der Befragten in Bayern der Auffassung, dass es andere Probleme gibt, "die genau so wichtig oder sogar noch wichtiger sind". Diese Meinung vertreten mit 66 Prozent auch Zwei Drittel der Anhänger der Christsozialen.

In Bayern wird am 14. Oktober ein neuer Landtag gewählt, die CSU kämpft um ihre absolute Mehrheit. Die Umfrage basiert auf dem Ergebnis von drei separaten Forsa-Umfragen unter mehreren tausend Bürgern von Montag bis Freitag vergangener Woche. Die statistischen Fehlertoleranzen liegen zwischen 2,5 Prozent und drei Prozent. Um diese Werte können die realen Stimmungen von der Umfrage abweichen.

AFP

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