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EU-Behörde empfiehlt zweite Auffrischungsimpfung für über 60-Jährige

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Von: Alexander Eser-Ruperti

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Corona-Impfung
Ein Mann wird bei einer Impfaktion gegen Corona geimpft. © Daniel Bockwoldt/dpa/Symbolbild

Eine zweite Corona-Schutzimpfung wird von EU-Behörden für über 60-Jährige empfohlen. Politik-News vom 11. Juli im Live-Ticker.

Corona-Impfung: Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat gemeinsam mit Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) erste Überlegungen zur Corona-Impfstrategie für Herbst und Winter vorgestellt. Demnach soll eine zweite Corona-Auffrischungsimpfung für Menschen über 60 Jahren empfohlen werden. Das berichtet Zeit Online.

„Wir haben keine Zeit zu verlieren“, erklärte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides laut einer Mitteilung der EU-Gesundheitsbehörden am Montag. „Angesichts des erneuten Anstiegs der Fälle und Krankenhauseinweisungen mit Beginn des Sommers fordere ich alle auf, sich so schnell wie möglich impfen und boostern zu lassen.“

Betriebsrat und Verdi gegen Zerschlagung von Uniper

Kriselnder Gaskonzern: In der Debatte um die Zukunft des Energieversorgers Uniper haben sich nun auch der Betriebsrat des Konzerns und die Gewerkschaft Verdi zu Wort gemeldet. Sie stellten sich gegen die Zerschlagung des Gasimporteurs. Der Konzernbetriebsrats-Vorsitzende Harald Seegatz sagte der Deutschen Presse-Agentur am Montag, dieser Schritt würde für Beschäftigte nur Unsicherheit bringen. Er empfahl, das Risiko auf alle Unternehmenseinheiten zu verteilen, statt in kleinen Einheiten zu bündeln.

Verdi-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz hatte sich zuvor ebenfalls geäußert. Er widersprach dem Vorschlag des finnischen Uniper-Mehrheitseigners Fortum, das Unternehmen umzustrukturieren, um systemkritische deutsche Geschäftsbereiche in einer Versorgungssicherheitsgesellschaft in Bundeseigentum zu bündeln. Schmitz sagte: „Wir wollen vermeiden, dass der Mutterkonzern Fortum ausschließlich Risiken auslagert und an den Bund abgibt“. Schmitz empfahl, der Bund solle sich stattdessen am Gesamtkonzern beteiligen. Uniper spielt für die deutsche Energieversorgung eine entscheidende Rolle. Auch Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) plant, den Konzern Uniper zu retten.

Söder warnt in ARD-Sommerinterview vor „Schlaganfall“ der Wirtschaft

Söder zu Gaskrise-Folgen: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat im ARD-Sommerinterview vor den Folgen der Gaskrise gewarnt. Söder kritisierte den Umgang der Ampelkoalition unter Kanzler Olaf Scholz (SPD) mit der aktuellen Lage und zeigte sich besorgt um einen möglichen „Schlaganfall“ der Wirtschaft, von dem sich Deutschland kaum erholen könne. Zudem sagte der Ministerpräsident, es könne im Winter angesichts fehlender Gaslieferungen weiteres „Chaos“ drohen.

Markus Söder, CSU-Vorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, nimmt in der Parteizentrale nach einer Sitzung des CSU-Vorstands an einer Pressekonferenz teil.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnt im Zuge der Gaskrise vor weiterem „Chaos“. (Archivbild) © Sven Hoppe/dpa

Söder bemängelte, das Motto „Wohlstand für alle“ würde durch die Ampelkoalition geändert in „Verzicht für alle“. Laut dem CSU-Mann habe man zu lange nicht darüber nachgedacht, dass Wladimir Putin die Gaszufuhr auch eigeninitiativ abstellen könne. Über die Sanktionen gegenüber Russland und deren Wirkung sagte Söder, man habe das „unterschätzt.“ Im Zuge explodierender Gaspreise hatte auch der Ministerpräsident von Niedersachsen, Stephan Weil (SPD) kürzlich weitere Entlastungen gefordert. Immer mehr Bürger suchen derzeit nach Wegen zum Gas sparen, um drohende Nachzahlungen einzudämmen – es droht eine Vervielfachung der Kosten für Energie.

Kubicki (FDP): „Völlig egal“, ob Gerhard Schröder an Verhandlungslösung mit Putin glaubt

Kubicki zu Verhandlungslösung: Der FDP-Vize-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat sich zu Schröders Äußerungen, seine „Gesprächsmöglichkeiten mit Präsident Putin“ nicht aufgeben zu wollen, geäußert. Kubicki sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: „Grundsätzlich ist es natürlich immer besser, auch mit den Führungsspitzen von autoritären Staaten im Gespräch zu bleiben, und niemand kann dies dem Ex-Kanzler verwehren.“ Kubicki führte fort: „Wer aber meint, Deutschland hätte eine diplomatische Bringschuld, um den Krieg in der Ukraine zu beenden, verdreht die Tatsachen. Das ist jedenfalls kein ernst zu nehmender Beitrag, der den Krieg beenden hilft.“

Der FDP-Vize-Vorsitzende stellte klar: „Mir ist es völlig egal, ob Gerhard Schröder glaubt, dass mit Wladimir Putin eine Verhandlungslösung erarbeitet werden könne. Ich halte eine solche mittlerweile für ziemlich unrealistisch.“ Gerhard Schröder hatte der FAZ zuvor erklärt, er glaube nicht an eine militärische Lösung. Schröder sagte: „Der Krieg ist nur durch diplomatische Verhandlungen zu beenden“. Der Altkanzler kritisierte in diesem Zuge auch die Konzentration auf die Lieferung von Waffen.

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