RAF-Terror im Jahr 1977

Schmidt: Kohl bot sich als Geisel für Schleyer an

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Der damalige Arbeitgeber-Präsident Hanns-Martin Schleyer wurde 1977 von der RAF entführt. Am 19. Oktober 1977 wurde seine Leiche im französischen Mülhausen im Kofferaum eines Autos gefunden.

München - Der damalige CDU-Vorsitzende Helmut Kohl wollte sich nach Darstellung von Altkanzler Helmut Schmidt im Herbst 1977 während der Entführung von Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer als Geisel zur Verfügung stellen.

„Helmut Kohl hat damals angeboten, sich austauschen zu lassen“, sagte Schmidt (SPD) in einem Gespräch, das er gemeinsam mit Schleyers Sohn Hanns-Eberhard mit dem Magazin der „Süddeutschen Zeitung“ führte. „Nicht ehrenhaft, es war verrückt. Die Idee, sich als Geisel gegen Hanns-Martin Schleyer austauschen zu lassen, war eine Schnapsidee.“

Seine eigene Entscheidung, die Forderungen der RAF abzulehnen und den Austausch Schleyers gegen inhaftierte Häftlinge zu verweigern, sei zu diesem Zeitpunkt längst gefallen gewesen, sagte Schmidt - und machte deutlich, dass er dazu auch kaum keine Alternative sieht: „Ich würde wahrscheinlich genauso handeln“, sagte der 94-Jährige. Die Freilassung von Terroristen im Austausch für den entführten CDU-Politiker Peter Lorenz 1975 sei ein Fehler gewesen. Er fühle sich mitschuldig an Schleyers Tod. Aber danach habe es keine Geiselnahme mehr gegeben.

Sie waren die Chefs der SPD

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dpa

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