Sollen Lehrer fürs Parken bezahlen? Gewerkschaft: „Unsinnig“

Frankfurt. In Köln sollen Lehrer für Parkplätze auf dem Schulgelände bezahlen - sehr zum Ärger der Gewerkschaft. „Das ist absolut unsinnig.“ Das sagte deren hessischer Landesvorsitzender Jochen Nagel am Dienstag auf Anfrage.

Ähnliche Überlegungen in Hessen seien seiner Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nicht bekannt. Es habe seiner Erinnerung nach allerdings vor einigen Jahren an einer Schule in Hessen eine ähnliche Diskussion gegeben.

 Die Pläne seien dann aber zurückgenommen worden. Von den Lehrern werde erwartet, dass sie mit dem Auto zur Arbeit kämen, da sie so beispielsweise rasch an einer anderen Schule aushelfen könnten, sagte Nagel. Oder sie müssten Material transportieren. „Es gehört dazu, dass der Arbeitgeber seinen Beschäftigten einen Parkplatz überlässt.“ Die klamme Stadt Köln plant, Lehrer fürs Parken zur Kasse zu bitten.

Die neue Gebühr für Lehrer-Stellplätze soll noch 2012 zunächst im Stadtbezirk Köln-Porz getestet werden und könnte allein dort rund 100.000 Euro pro Jahr in die städtische Kasse spülen. Wie hoch die Parkplatzgebühr ausfallen oder ab wann genau die Stadt sie erheben könnte, war zunächst unklar. Den Lehrern soll aber zugleich das Angebot eines vergünstigten Jobtickets für den regionalen Bus- und Bahnverkehr gemacht werden. (dpa)

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