Fusionen von Landkreisen: Osterodes Landrat Reuter empört über Vorstoß aus Goslar

Sondierung sorgt für dicke Luft

Stephan Manke (SPD), Landrat des Landkreises Goslar. Fotos:  nh

Osterode/Goslar. Obwohl der Winter noch auf sich warten lässt, ist die Stimmung im niedersächsischen Teil des Harzes derzeit eisig. Zumindest zwischen den beiden SPD-Landräten Bernhard Reuter (Osterode) und Stephan Manke (Goslar). Grund ist der vom Goslarer Kreistag gefasste Entschluss, mit Kommunen im Nachbarkreis über mögliche Formen der Zusammenarbeit zu sprechen.

Dieser landesweit beispiellose Versuch, einen Landkreis von außen zu spalten, belaste das Verhältnis der Harzkreise „auf das Äußerste“, empörte sich Osterodes Landrat Reuter.

Dass der Goslarer Kreistag Landrat Manke mit der Aufnahme von Gesprächen mit Gemeinden im Kreis Osterode beauftragt habe, wisse er zudem nur aus den Medien, sagte Reuter am Donnerstag. „Das geht gar nicht.“ Um eine angemessene Reaktion auf den als Affront verstandenen Vorstoß des Nachbarkreises zu beschließen, werde er den Osteroder Kreistag für den 31. Oktober zu einer Sondersitzung einladen.

Falls dort Beschlüsse gefasst werden, wird Reuter sie allerdings nicht mehr umzusetzen haben. Denn der SPD-Politiker wechselt am 1. November in sein neues Amt als Landrat von Göttingen. In dieser Funktion will er den Zusammenschluss der drei Landkreise Göttingen, Northeim und Osterode vorantreiben.

Da Teile der Bevölkerung im Kreis Osterode sich aber eher dem Harz zugehörig fühlten, stehe der Kreis Goslar zu seinem Vorstoß Richtung Süden, sagte Sprecher Dirk Lienkamp. Die Zusammenarbeit zwischen Kommunen oder gar Fusionen könne man nicht am grünen Tisch vorbereiten. „Man muss auch die Bürger mitnehmen.“ Und dazu dienten die geplanten Gespräche mit den Gemeinden. (lni)

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