Sozialarbeit an Schulen Thema im Landtag

WIESBADEN. Hü und hott beim Thema Schulsozialarbeit, das die Schulgemeinden in Nordhessen in den letzten Wochen umgetrieben hat: Die vom früheren Kultusminister Jürgen Banzer (CDU) geschlossenen Verträge mit Kommunen und Kreisen über eine Drittelfinanzierung seien doch gültig, teilte nun Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) mit. Bisher hatte sie die Vereinbarungen als illegal bezeichnet, weil das Land nicht zuständig sei. Sie sind aber begrenzt bis 2010, danach will Henzler (FDP) die finanzielle Verantwortung ganz an die Kommunen abgeben.

Dass allein die Jugendhilfe zuständig sein soll, stößt auf breite Kritik. Am Mittwoch wird das Thema auf Antrag der SPD den Landtag beschäftigen. Sowohl die Opposition als auch der Landeselternbeirat und die Lehrergewerkschaft GEW sehen Schulsozialarbeit als Aufgabe von Land und Kommunen an. Die Stellen, so Landeselternbeiratsvorsitzende Kerstin Geis, dürften auch nicht bei den Lehrermitteln „abgezwackt“ werden.

Konfliktpotenzial geringer

Ein Beispiel dafür, wie wichtig diese Unterstützung für die Schulen ist, gibt der Bebraer Bürgermeister Horst Groß: „Durch die exzellente Zusammenarbeit mit der Polizeistation Rotenburg sowie die hervorragenden Orientierungshilfen der Schulsozialarbeit ist es gelungen, das Konfliktpotenzial innerhalb der Schülerschaft spürbar zu entschärfen“, schrieb der Kommunalpolitiker an die Ministerin. (wet)

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