Ausgang ungewiss

Parlamentswahl: Spanien vor einer neuen Ära

36,5 Millionen Wahlberechtigte sind in Spanien zur Stimmabgabe aufgerufen. Foto: Victor Lerena
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36,5 Millionen Wahlberechtigte sind in Spanien zur Stimmabgabe aufgerufen. Foto: Victor Lerena
Büsten der Spitzenkandidaten sind im Wachsmuseum in Madrid ausgestellt. Foto: Javier Lizon
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Büsten der Spitzenkandidaten sind im Wachsmuseum in Madrid ausgestellt. Foto: Javier Lizon
Pablo Iglesias gehört zu den Aufsteigern in der spanischen Politik. Seine vor weniger als zwei Jahren gegründete Partei Podemus gewann innerhalb kurzer Zeit die Sympathien von Millionen von Wählern. Foto: Angel Medina G.
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Pablo Iglesias gehört zu den Aufsteigern in der spanischen Politik. Seine vor weniger als zwei Jahren gegründete Partei Podemus gewann innerhalb kurzer Zeit die Sympathien von Millionen von Wählern. Foto: Angel Medina G.
Sozialist Pedro Sánchez, der auch "Pedro el Guapo" (Pedro, der Schöne) genannt wird, soll mit seinem Charme seine von Selbstzweifeln geplagte Partei wieder zu besseren Zeiten führen. Foto: Oto
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Sozialist Pedro Sánchez, der auch "Pedro el Guapo" (Pedro, der Schöne) genannt wird, soll mit seinem Charme seine von Selbstzweifeln geplagte Partei wieder zu besseren Zeiten führen. Foto: Oto
Rivera, Spitzenkandidat der liberalen Partei Ciudadanos (Bürger), sieht sich selbst als Sozialliberalen, viele Spanier ordnen ihn eher der rechten Mitte zu. Foto: J.P. Gandul
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Rivera, Spitzenkandidat der liberalen Partei Ciudadanos (Bürger), sieht sich selbst als Sozialliberalen, viele Spanier ordnen ihn eher der rechten Mitte zu. Foto: J.P. Gandul
Ministerpräsident Rajoy stellte klar: "Ich habe eine große Koalition nicht vorgeschlagen, und das hat auch niemand in meiner Partei getan." Foto: Juanjo Martin
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Ministerpräsident Rajoy stellte klar: "Ich habe eine große Koalition nicht vorgeschlagen, und das hat auch niemand in meiner Partei getan." Foto: Juanjo Martin

Madrid - Spanien scheint vor dem Beginn einer neuen Ära zu stehen. Nach der Wahl am Sonntag dürften zwei neue Parteien ins Parlament einziehen. Die offene Frage: Kann Rajoy an der Regierung bleiben?

Die Parlamentswahl am Sonntag in Spanien könnte die politische Landschaft des Landes gründlich verändern. Die konservative Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy musste bei der vorweihnachtlichen Abstimmung Umfragen zufolge erhebliche Stimmverluste befürchten. Sie könnte aber die stärkste Kraft im Parlament bleiben.

Als ausgeschlossen galt es, dass die Konservativen wie bei der vorigen Wahl im November 2011 erneut die absolute Mehrheit erringen würden. Nach Meinungsumfragen lief die PP Gefahr, etwa ein Drittel ihrer Sitze zu verlieren.

Rajoy rangiert in der Beliebtheitsskala hinter den Spitzenkandidaten der anderen Parteien. Viele Spanier nehmen dem 60-Jährigen die drastischen Einsparungen zu Beginn seiner Amtszeit und auch die Serie von Korruptionsskandalen in der PP übel.

Der großen Oppositionspartei, den traditionellen Sozialisten (PSOE) mit Parteichef Pedro Sánchez, drohten ebenfalls Stimmverluste. Dagegen konnten zwei junge Parteien darauf hoffen, mit starken Fraktionen ins neue Parlament einzuziehen. Dies waren die neue Linkspartei Podemos (Wir können) mit ihrem Spitzenkandidaten Pablo Iglesias und die liberalen Ciudadanos (Bürger) mit Albert Rivera.

Keine dieser vier Parteien dürfte Meinungsforschern zufolge genügend Sitze gewinnen, um alleine regieren zu können. Die Spitzenkandidaten ließen im Wahlkampf jedoch offen, mit wem sie sich eine Koalition vorstellen könnten.

Die Abstimmung verlief bei ungewöhnlich milder Witterung bis zum Nachmittag ohne nennenswerte Zwischenfälle. Es wurde eine hohe Wahlbeteiligung erwartet. 36,5 Millionen Wahlberechtigte waren zur Stimmabgabe aufgerufen.

Seit dem Sommer gilt in Spanien die zweithöchste Terrorwarnstufe. Zur Wahl wurden die Vorsichtsmaßnahmen noch einmal erhöht. Knapp 92 000 Sicherheitskräfte waren nach Angaben des Innenministeriums im Einsatz.

dpa

Warnung Rajoys vor "russischem Roulette" auf Wahl-Homepage der PP, Spanisch

Informationen des Innenministeriums zur Wahl, Spanisch

Homepage der Wahlkommission, Spanisch

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