Flüchtlingskrise

Spannungen im Elendslager von Idomeni

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Idomeni an der griechischen Grenze. Aufnahme vom Dienstag.

Athen/Idomeni - Laut einem Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) tun die Menschen sich selbst aus lauter Verzweiflung Schlechtes an. 

Im Flüchtlingslager von Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze ist es am Dienstagabend zu Spannungen gekommen: Aufgebrachte Migranten und Flüchtlinge weigerten sich, das Abendessen zu sich zu nehmen und hinderten andere Menschen daran, es sich zu holen. „Wenn wir hier nicht weg kommen, dann wollen wir hier alle sterben“, sagten sie Reportern vor Ort.

„Die Menschen hier tun sich aus lauter Verzweiflung selbst Schlechtes an“, sagte der Deutschen Presse-Agentur am Dienstagabend der Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), Babar Baloch, aus Idomeni. Aus Protest gegen die Schließung der Balkanroute hatte sich am Dienstagnachmittag ein Mann im Flüchtlingslager von Idomeni mit Benzin begossen und selbst angezündet. „Der Mann ist außer Lebensgefahr“, sagte Baloch.

In Idomeni harren nach jüngsten Schätzungen des griechischen Stabs für die Flüchtlingskrise gut 13 000 Menschen aus. Sie weigern sich, in andere, besser ausgestattete Lager zu gehen und fordern immer wieder lautstark die Öffnung der Grenze zu Mazedonien.

dpa

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