Antwort auf US-Strafzölle

SPD-Chefin Nahles fordert „Europe United“

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SPD-Bundesvorsitzende Andrea Nahles zusammen mit Mario Centeno, Finanzminister Portugals und Präsident der Euro-Gruppe.

Als Antwort auf die Strafzälle auf Stahl und Aluminium seitens der US-Regierung spricht Andrea Nahles jetzt von Konsequenzen. Sie fordert ein Zusammenstehen Europas.

Berlin - Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles fordert ein enges Zusammenstehen Europas im Handelskonflikt mit den USA. „Wir sind uns einig, dass auf diese Politik von Handelskriegen und Strafzöllen, auf America First, nur eine Antwort richtig ist: Europe United“, sagte Nahles am Montag im Beisein von Portugals Finanzminister Mario Centeno nach einer Klausursitzung der Bundestagsfraktion in Berlin.

Die EU droht US-Präsident Donald Trump mit Gegenzöllen und will die USA vor der Welthandelsorganisation WTO verklagen. Zudem fordert sie von ihm ein Einlenken beim G7-Gipfel am kommenden Freitag und Samstag in Kanada. Trump hat aber bereits betont, dass die USA einen Handelskrieg nicht fürchten werden.

Die US-Zusatzzölle auf Einfuhren von Stahl (25 Prozent) und Aluminium (10 Prozent) aus der EU traten am Freitag in Kraft. Auch Mexiko und Kanada, größter Stahllieferant der USA, sind betroffen. Die EU-Vergeltungszölle sollen nach einer bereits Mitte Mai bei der WTO eingereichten Liste nach einer 30-Tages-Frist ab dem 18. Juni auf US-Produkte wie Whiskey, Erdnussbutter, Motorräder, Jeans oder Tabakprodukte erhoben werden. Auch amerikanische Stahlerzeugnisse, Schiffe und Boote wären davon betroffen. Der geplante Zusatzzollsatz soll 25 Prozent betragen. Die US-Begründung, die Zölle zum Schutz von Arbeitsplätzen dienten der Verteidigung der nationalen Sicherheit, wiesen die EU und Kanada scharf zurück.

dpa

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