SPD-Forderung: Minijobs beschränken

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SPD-Fraktionsvize Hubertus Heil fordert, Minijobs zu beschränken.

Berlin - Um gegen Lohndumping vorzugehen, will die SPD Änderungen bei Minijobs einführen: Fraktionsvize Hubertus Heil fordert, die Wochenarbeitsstunden dabei zu beschränken.

Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Hubertus Heil, hat eine Arbeitszeitbegrenzung bei Minijobs gefordert. Er sieht darin ein Mittel gegen Lohndumping. „Mit Minijobs bekommen zwar viele Menschen einen ersten Fuß in den Arbeitsmarkt, aber nur selten gelingt der Schritt in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung“, sagte Heil der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Minijobs seien für die Beschäftigten häufig eine Sackgasse. „Die Wochenarbeitsstunden bei Minijobs zu begrenzen, wäre ein erster Schritt.“

In Deutschland arbeiten rund 7,4 Millionen Menschen im Minijob-Bereich. Kritiker sehen in ihm einen „extremen Niedriglohnsektor“ und eine „Armutsfalle“.

Heil forderte die Bundesregierung zu einem umfassenden „Aktionsprogramm für eine faire Ordnung am Arbeitsmarkt“ auf. Dazu gehörten ein allgemeiner, gesetzlicher Mindestlohn und die Durchsetzung des Grundsatzes „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ in der Leiharbeit. Ferner müsse dem Missbrauch von Minijobs und Werkvertragsarbeit sowie der Zunahme befristeter Beschäftigung ein Riegel vorgeschoben werden.

dpa

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