Im Harz finden Urlauber Unterkünfte, wenn sie bei Orts- und Zimmerwahl offen sind

Traumbedingungen im Traumwinter 2009/2010: Wintersportler freuten sich im Vorjahr über eine tolle Wintersportsaison im Harz, wie hier auf dem Wurmberg bei Braunlage. Aktuell liegen bis zu 50 Zentimeter Schnee, Pisten und Loipen sind teilweise offen. Foto: dpa

Goslar. Spätentschlossene Weihnachts- und Silvesterurlauber werden es – vor allem über den Jahreswechsel – schwer haben, ein Quartier in Niedersachsens Urlaubsregionen zu bekommen. Es sei denn sie sind höchst flexibel was die Art der Unterkunft und den Ort angeht.

An der Küste und im Harz werden die freien Betten knapp – dort rechnen die Tourismus-Verantwortlichen gar mit einem Besucheransturm.

Spontanurlauber dürfen deshalb bei der Suche nach einer Unterkunft nicht allzu wählerisch sein. „Wer eine Hütte mitten im Wald für acht Personen mit Kamin sucht, wird es schwer haben“, sagt Carola Schmidt. Die Geschäftsführerin des Harzer Tourismusverbandes macht aber weniger festgelegten Interessenten Hoffnung: „Wer relativ offen ist, was den Ort und die Art der Unterkunft angeht, kann über Weihnachten und Silvester etwas im Harz finden.“ Von ausgebucht kann also keine Rede sein. Eher von „gut gebucht über das Weihnachtsfest und sehr gut gebucht über den Jahreswechsel“ wie Schmidt sagt. Schlecht sieht es zu Silvester in Wernigerode, Schierke, Braunlage und Sankt Andreasberg aus.

Gute Bedingungen finden derzeit die Wintersportler vor: Schneehöhen bis zu 50 Zentimeter in den Höhenlagen und 30 Zentimeter im Tal sind eine ausreichende Grundlage. „Wir haben Minustemperaturen und deshalb wird die Schneedecke wohl halten“, sagt Schmidt vorsichtig. „Im Moment sind viele Lifte in Betrieb und einige Loipen gespurt“.

Attraktion für Urlauber sind auch einige Weihnachtsmärkte in Harz-Städten, die nach dem Fest in Wintermärkte übergehen, so im Werngeröder Schloss. Auch der Weihnachtsmarkt in Goslar lockt bis zum 29. Dezember Gäste.

Wer keine Unterkunft mehr im Harz ergattern kann oder keine Lust auf Schnee verspürt, der muss sich auch anderen niedersächsischen Tourismusregionen sputen, um eine Unterkunft zu bekommen: Auch in der Lüneburger Heide und im Weserbergland wird vor allem zu Silvester mit mehr Gästen als früher gerechnet.

Die Hoteliers im Weserbergland rechen mit einem leichten Anstieg der Buchungszahlen. Besonders gut laufen dort Pauschalangebote, hieß es von der Weserbergland Tourismus-Gesellschaft. Auch in der Lüneburger Heide sind vor allem zu Silvester mehr Gäste als früher. Von der Entwicklung profitierten vor allem die Südheide sowie die Städte Celle und Lüneburg.

Gefragt sind die Orte an der Küste: „Der Weihnachtstourismus an der Nordsee liegt im Trend“, berichtet die Tourismus-Gesellschaft Nordsee GmbH. Zwischen den Jahren werden deshalb zusätzliche Fähren eingesetzt – Hauptanreisetag ist der 26. Dezember. Außer dem Silvesterlauf um die autofreie Insel gibt es zum Jahreswechsel auf Langeoog eine Party für junge Gäste im Kinderspielhaus.

Von Thomas Kopietz

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