A7-Ausbau: Baut privater Investor Teilstück nach Nörten-Hardenberg?

Hannover. Der Ausbau der Autobahn 7 zwischen Hannover und Göttingen auf durchgehend sechs Spuren ist beschlossene Sache - ob das fehlende Teilstück allerdings in staatlicher oder privater Regie gebaut wird, wird derzeit noch geprüft.

Wie das Verkehrsministerium in Hannover mitteilte, geht es um den Abschnitt zwischen Seesen und Nörten-Hardenberg. Bis Ende Juni wolle der Bund als Bauherr entscheiden, ob eine öffentlich-private Partnerschaft sich rechnet. Nach diesem Modell ist in Niedersachsen bisher erst der Ausbau der A1 von Hamburg nach Bremen vorgenommen worden.

Kommt ein privater Investor zum Zug, kann er Bau, Betrieb und die Unterhaltung der Strecke für 30 Jahre aus einer Hand liefern, im Gegenzug erhält er die Einnahmen aus der Lkw-Maut, wie eine Ministeriumssprecherin erklärte. Da keine Ausschreibung kleiner Teilstücke erforderlich ist, könne der Ausbau in einem Rutsch schneller und mit weniger langen Behinderungen für die Autofahrer durchgezogen werden. Nachteil sei allerdings, dass ein privater Investor erst die Bagger anrollen lassen kann, wenn für den Gesamtabschnitt auch Baurecht vorliegt.

Und das könne dauern. Die Baukosten für den Abschnitt sind auf 185 Millionen Euro veranschlagt. Sorgen der Mitarbeiter der Autobahnmeisterei an der Strecke seien unbegründet, meinte die Ministeriumssprecherin. Den Landesbeschäftigten könne in der Nähe ihres Wohnortes ein anderer Arbeitsplatz angeboten werden. Die Erfahrung zeige außerdem, dass etliche auch zu einem privaten Autobahnbetreiber wechselten, der den erfahrenen Mitarbeitern durchaus lukrative Angebote mache. (dpa)

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