Über 30 Milliarden Euro

Staatsausgaben für Kinder auf Rekordhoch

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Zwei Drittel der Ausgaben flossen in die Kindertagesbetreuung.

Wiesbaden - Der neue Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kleinkinder, Erziehungshilfen und der Schutz für Kinder in Gefahr - noch nie hat der Staat so viel Geld für den Nachwuchs ausgegeben.

Die staatlichen Ausgaben für die Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland sind auf einen Rekordwert gestiegen. Rund 30,5 Milliarden Euro steckten Bund, Länder und Gemeinden 2011 in Kindertagesbetreuung, Erziehungshilfen, Jugendarbeit und den Schutz gefährdeter Kinder. Das waren noch einmal 5,7 Prozent mehr als im Spitzenjahr 2010 und somit der höchste Wert seit der Wiedervereinigung, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte.

Noch deutlicher fällt die Steigerung nach Abzug der Einnahmen aus Gebühren und Teilnahmebeiträgen aus: Netto wendete die öffentliche Hand 27,9 Milliarden Euro auf - 6,2 Prozent mehr als 2010.

So funktioniert das Betreuungsgeld

So funktioniert das Betreuungsgeld

Nahezu zwei Drittel des Geldes (19 Milliarden Euro brutto) flossen in die Kindertagesbetreuung. Das waren 6,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Gut ein Viertel der Brutto-Ausgaben kam Hilfen zur Erziehung zugute. Dazu gehören neben der Beratung auch Heimerziehung und betreute Wohnformen.

Die Ausgaben für vorläufige Schutzmaßnahmen, vor allem die Inobhutnahme bei Gefährdung des Kindeswohls, legten überdurchschnittlich stark zu - um 8,1 Prozent auf rund 178 Millionen Euro. Für die Jugendarbeit wurden rund fünf Prozent oder 1,6 Milliarden Euro ausgegeben.

dpa

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