Staatsanwalt erhebt Anklage

Aus Wut über die Medien: Edathy schreibt Gedicht

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Sebastian Edathy als Vorsitzender des NSU-Bundestagsausschusses am 05. Februar 2013 auf einer Pressekonferenz in Sömmerda (Thüringen).

Hannover - Sebastian Edathy gerät in Bedrängnis: Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen ihn erhoben. Auf Facebook verleiht er seiner Wut auf die Medien Ausdruck - durch ein Gedicht.

Dem ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy droht nun ein Prozess wegen des Besitzes kinderpornografischen Materials. Die Staatsanwaltschaft erhob vergangene Woche offiziell Anklage gegen ihn. Seiner Wut und Enttäuschung gegenüber den großen deutschen Medien verlieh Edathy, der bis heute seine Unschuld beteuert, durch ein Gedicht Ausdruck, das er am 16. Juli 20104 auf Facebook postete:

FAZ und Tagesspiegel?

Lieber kauf' ich mir nen Igel.

Taz und Rundschau, ARD?

Hm, Moment, ich sage: Ne.

"Bild" oder SZ genehm?

Wie spät ist es? Ich muss gehn.

Das Beste an nem Urteil sei

So sagt man

Es macht ziemlich frei

Von dem was wir nicht wissen wollen

Wissen könnten oder sollen.

Der Daumen der nach unten zeigt

Der trifft bei mir auf Heiterkeit.

Wie die Staatsanwaltschaft Hannover zuletzt mitteilte, wird dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten vorgeworfen, über seinen Bundestagslaptop vom 1. bis 10. November 2013 an sechs Tagen kinderpornografische Bild- und Videodateien aus dem Internet heruntergeladen zu haben. „Der Angeschuldigte soll zudem einen Bildband und eine CD besessen haben, deren Inhalt von der Staatsanwaltschaft als jugendpornografisch bewertet wird“, hieß es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft.

maz mit Material von dpa

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