Staatsanwaltschaft Marburg ermittelt im Fall Ariane Friedrich

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Ariane Friedrich

Marburg. Die Staatsanwaltschaft Marburg hat Ermittlungen gegen einen Mann aufgenommen, der Hochspringerin Ariane Friedrich sexuell belästigt haben soll.

Es geht um den Vorwurf der Beleidigung, sagte eine Behördensprecherin am Freitag und bestätigte damit Medienberichte. Es werde zudem geprüft, ob gegen den Beschuldigten aus dem Kreis Marburg-Biedenkopf auch wegen der Verbreitung pornografischer Schriften ermittelt werde.

Ariane Friedrich im Regiowiki

Er soll Deutschlands bester Hochspringerin eine anzügliche Nachricht geschickt und in dem Zusammenhang auch ein Foto seines Geschlechtsteils im Internet veröffentlich haben. Nach Angaben der Sprecherin hatte Friedrich selbst Anzeige erstattet.

Ermittler hätten die Wohnung des Mannes durchsucht und Datenträger sichergestellt, die nun ausgewertet würden. Friedrich, im Hauptberuf Polizeikommissarin, hatte die Belästigung des vermeintlichen Täters auf der Online-Plattform Facebook öffentlich gemacht und auch seinen Namen genannt. Dafür war sie zum Teil heftig kritisiert worden. Daraufhin hatte sie sich zuletzt von der Öffentlichkeit abgeschottet und deshalb sogar immer wieder neue, unbekannte Trainingsorte aufgesucht.

Trotz der Aufregung werde ihre Olympia-Vorbereitung nicht beeinträchtigt, hatte die Sportlerin am Donnerstag in Berlin gesagt. Das hessische Bereitschaftspolizeipräsidium prüft derzeit, ob bei der deutschen Rekordhalterin ein Verstoß gegen dienstliche Pflichten vorliegt. Die Bewertung ist noch nicht abgeschlossen, sagte ein Sprecher.

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