Stadt verhält sich unkorrekt zu Nazi-Historie

Duderstadt. In der südniedersächsischen Eichsfeld-Metropole gibt es politischen Streit. Der Verein Geschichtswerkstatt beklagt „die zwiespältige Haltung der Stadt zur nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“. In der Stadtratssitzung habe es eine drastische Verharmlosung von Konzentrationslagern gegeben, so der Sprecher des Vereins, Götz Hütt, der das seiner Meinung nach prominenteste Mitglied des Rates, Lothar Koch (CDU), angreift. Koch hatte nach Aussage von Hütt, in der Sitzung im Dezember immer wieder Zwischenrufe gestartet und sein Verhalten mit den folgenden Sätzen gerechtfertig: „Ich bin doch hier nicht im KZ“ und: „KZ steht für mich für nicht vorhandene Gedanken- und Redefreiheit“.

Dafür wurde Koch vom Ratsvorsitzenden gerügt, viele Abgeordnete inklusive Bürgermeister Nolte (CDU) schwiegen. Das Verhalten stehe für eine Verharmlosung der Konzentrationslager und der Leiden der Opfer, wertet die Geschichtswerkstatt. Lothar Koch hat sich später von seinen Äußerungen distanziert. Für die Kritiker aber bleibt ein doppeldeutiges Verhalten der Politiker, die am 27. Januar den Opfern des Nazi-Terrors gedacht. (tko)

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