Kommunen entscheiden

Städtetag fordert Pferdesteuer zur Entlastung der Haushaltskassen

Hannover. In Niedersachsen wird über die Einführung einer Pferdesteuer diskutiert. Der niedersächsische Städtetag sieht darin eine Maßnahme, um die Haushaltskassen der Kommunen zu entlasten.

„Jede Steuer ist schmerzhaft. Aber die Unterhaltung eines Pferdes kostet an sich schon mehrere tausend Euro im Jahr. Da sind einige hundert Euro mehr noch im Rahmen“, sagte der Geschäftsführer Christian Geiger.

In Niedersachsen entscheiden die einzelnen Gemeinden selbst über die Einführung einer Pferdesteuer, da es sich um eine kommunale Steuer handelt. Nach Angaben des niedersächsischen Städtetages gäbe es zumindest in rechtlicher Hinsicht keine Einwände.

Reiter und Pferdebesitzer lehnen die Steuer ab. Der Sprecher der Interessengemeinschaft Pferdesport der Stadt Oldenburg, Gero Büsselmann, kritisierte die öffentliche Wahrnehmung. „Reiten gilt als elitärer Sport.“ Gegner der Pferdesteuer argumentieren auch mit der Gefährdung eines ganzen Wirtschaftszweiges. In Niedersachsen leben derzeit 190 000 Pferde. In Brandenburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen wurde in den letzten Monaten über einen Beitrag von 750 Euro pro Jahr und Tier diskutiert. Bislang wird bundesweit keine derartige Steuer erhoben. (lni)

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