Standpunkt zu FDP und AFD nach Wahl in Sachsen: "Wechsel auf dem Spielfeld"

Ullrich Riedler über FDP und AfD

Die AfD ist am Sonntag mit 9,7 Prozent in den sächsischen Landtag eingezogen. Die FDP scheiterte hingegen an der Fünf-Prozent-Hürde. Dazu ein Standpunkt von HNA-Redakteur Ulrich Riedler.

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Ist die FDP nach dem Debakel von Sachsen eine Partei in Abwicklung? Vieles deutet darauf hin, dass wir auf dem Feld der Politik einen historischen Spielerwechsel erleben: Das allmähliche Verschwinden einer alteingesessenen Nachkriegspartei und die Etablierung der AfD. Den klassischen Wirtschaftsliberalismus wollen die meisten Deutschen ohnehin nicht mehr, Schon gar nicht die neu hinzugekommenen Ostdeutschen, denen das lupenreine Prinzip von Selbstvorsorge und Eigenverantwortung noch fremder ist als den Westdeutschen.

Vielleicht verpasste die FDP auch mit Aufkommen der Eurokrise nur den Zeitgeist. Manche schienen das zu ahnen. Denn mit dem Euro-Rebellen Frank Schäffler gab es in der FDP schon einmal eine Gruppe für die euroskeptische Wende zu einer nationaler ausgerichteten Partei. Doch Opposition in der Regierung wollten damals nur wenige spielen. Für die inhaltliche Neuausrichtung ist es aber in der Opposition zu spät. Im Zweifel wählt man lieber das Original: die AfD. Linksliberale haben ihre Heimat ohnehin bei den Grünen gefunden.

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