Steinbrück fordert

20 Milliarden gegen Jugendarbeitslosigkeit

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Nach einem Treffen mit den sozialdemokratischen EU-Arbeits- und Sozialministern sprach SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück mit Jugendlichen aus Europa.

Berlin - SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat den Einsatz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Europa als völlig unzureichend kritisiert.

„Wir brauchen mindestens 20, 21 Milliarden Euro“, sagte Steinbrück am Mittwoch in Berlin am Rande eines Treffens mit 150 Jugendlichen aus ganz Europa. „Wir müssen dieses Krisenmanagement ändern.“ Merkel setze zu einseitig auf Sparen und Haushaltskonsolidierung. Nötig seien mehr Wachstumsimpulse - bereits vor einem Jahr hätten die EU-Staats- und Regierungschefs einen Wachstumspakt beschlossen, passiert sei aber nichts.

Die angekündigten sechs Milliarden Euro seien viel zu wenig. Bei 5,6 Millionen arbeitslosen Jugendlichen in Europa heiße dies, dass jeder pro Monat mit rund 41 Euro gefördert werde. Das sei lächerlich. Notwendig seien so rasch wie möglich konkrete Vereinbarungen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften. „Ich glaube, dass wir in Deutschland die großen Unternehmen zusammentrommeln müssen, die Standorte in Italien, Spanien, Griechenland und Portugal haben“, sagte Steinbrück. Ein stärkeres Engagement würde auch das Ansehen Deutschlands in Europa wieder verbessern. Man müsse aufpassen, dass es in diesen Ländern nicht zu einer tiefen politischen Krise komme.

In der SPD wurde darauf verwiesen, dass man schon seit Jahren neue Maßnahmen für mehr Jugendbeschäftigung fordere, während Merkel erst jetzt scheinbar aktiver werde. Steinbrück warf Merkel indirekt vor, mit dem Spitzentreffen am Mittwoch in Berlin nur auf Show zu setzen.

dpa

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