Außenminister

Steinmeier begrüßt Proteste gegen "Pegida"

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Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD).

Berlin - Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat die bundesweiten Demonstrationen gegen die islamfeindlichen „Pegida“-Kundgebungen in Dresden begrüßt.

„Die überwältigende Mehrheit der Deutschen ist der Meinung, dass Menschen bei uns Zuflucht vor Bürgerkrieg finden sollen“, sagte Steinmeier am Dienstag „Spiegel online“. Jetzt sei Mitfühlen und Mitanpacken gefordert. „Es geht darum, mit Überzeugung, Leidenschaft und Vernunft für unsere offene Gesellschaft aufzustehen.“

Zu den Gründen, warum Menschen an den „Pegida“-Demonstrationen teilnehmen, sagte der Außenminister: „Ja, ich kann verstehen, dass die Unordnung in der Welt vielen Menschen Angst macht. Aber die Antwort darauf kann nicht Abschottung und Hetze sein.“ In Dresden hatten sich nach Polizeiangaben am Montag rund 17 500 Menschen an einer „Pegida“-Kundgebung beteiligt. In mehreren deutschen Städten hatten zeitgleich mehr als 20 000 Menschen für Toleranz demonstriert.

Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte am Montag zu einem „Aufstand der Anständigen“ aufgerufen. Sein früherer Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye forderte am Dienstag einen „Aufstand der Zuständigen in Politik, Justiz und Sicherheitsbehörden“. Die bisherige Reaktion von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) reiche nicht aus, sagte Heye der „Berliner Zeitung“. Der Sozialdemokrat leitet heute die Organisation „Gesicht zeigen“, die sich gegen Ausländerfeindlichkeit einsetzt.

dpa

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