Steinmeier sieht Weg aus dem SPD-Tief

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SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück (li.) und Fraktionschef Frank -Walter Steinmeier bei der Fraktionsklausur in Berlin.

Berlin - Die Umfragewerte für den SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück tendieren Richtung Keller - Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier glaubt jedoch, dass die Genossen wieder Boden gut machen können.

SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier hat nach den jüngsten Negativschlagzeilen um Kanzlerkandidat Peer Steinbrück ein besseres Erscheinungsbild gefordert. „Die Aufgabe ist jetzt, nach vorne hin die Präsentation der SPD deutlich zu verbessern“, sagte Steinmeier am Freitag zum Abschluss der Fraktionsklausur in Berlin.

Mit Blick auf den Absturz von Steinbrücks Umfragewerten gab sich Steinmeier gelassen: „Die Bundestagswahlen sind noch eine Weile hin.“ Steinbrück sei weiter gerne Kanzlerkandidat und habe in der Fraktion für den Blick nach vorne geworben. Steinmeier kritisierte, dass bestimmte Sachverhalte der Debatte unnötig zugespitzt würden.

Steinbrück: „Wir sind noch nicht im heißen Wahlkampfmodus“

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat gelassen auf die jüngsten schlechten Umfragewerte reagiert. „Umfrageergebnisse sind keine Wahlergebnisse. Es ist ein Auf und Ab. Wir sind noch nicht im heißen Wahlkampfmodus, also müssen wir abwarten“, sagte Steinbrück der „Bild“-Zeitung (Samstagausgabe). Die Wähler erreiche man vor allem durch Themen. Das habe er etwa bei der von der SPD geplanten Mietpreisbremse gemerkt.

Nach dem ARD-Deutschlandtrend sind mit Steinbrücks Arbeit nur noch 36 Prozent der Deutschen zufrieden. Dies sind zwölf Punkte weniger im Vergleich zu Anfang Dezember. Steinbrück rutschte in der Umfrage damit hinter Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle, die auf 40 beziehungsweise 37 Prozent kommen. Nach dem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer hätten nur noch 25 Prozent der Deutschen den früheren Bundesfinanzminister lieber als Regierungschef - ein Minus von 11 Prozent im Vergleich zum Dezember.

dpa/dapd

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