Stellenabbau bei Beck's in Bremen wegen hoher Lohnkosten

Bremen. Der Beck's-Mutterkonzern AB-InBev will 151 Stellen am Brauereistandort Bremen streichen (Beck''s, Haake-Beck). Das Unternehmen begründete den Schritt am Donnerstag mit zu hohen Lohnkosten.

Diese seien in Bremen in den vergangenen zehn Jahren um rund 29 Prozent gestiegen und könnten wegen der Entwicklung des deutschen Biermarktes nicht aufgefangen werden, teilte AB-InBev mit. Es sollen sozialverträgliche Lösungen gesucht werden. AB-InBev beschäftigt 1400 Mitarbeiter in Bremen, dem größten Brauereistandort in Deutschland. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen einen Wechsel in der Geschäftsführung an. Der bisherige Vertriebsdirektor Steve McAllister löse zum Jahreswechsel Deutschland-Chef Chris Cools ab.

Der Konzern nutzt nach eigenen Angaben sein internationales Brauereinetzwerk für die Abfüllung unterschiedlicher Marken, zu denen in Deutschland auch Hasseröder, Diebels und Franziskaner gehören. „Der Standort Bremen wird aufgrund der hohen Lohnkosten dabei im Vergleich zu anderen Standorten zunehmend unattraktiv für internationale Konzernmarken.“ Deswegen seien die Kapazitäten in Bremen nicht ausgelastet. In der Hansestadt werde das höchste Eckentgelt und das höchste Urlaubsgeld in der deutschen Brauwirtschaft gezahlt,hieß es bei AB-InBev.

Die Brauerei Beck & Co war 2002 an die belgische Interbrew verkauft worden und ist heute Teil des weltgrößten Bierkonzerns AB-InBev mit 150 000 Mitarbeitern in 24 Ländern, davon 2800 in Deutschland. (dpa)

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