Steuereinnahmen nur noch leicht im Plus

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Der Staat kann sich weiter über Mehreinnahmen freuen. Allerdings hat sich der Anstieg mit 2,1 Prozent abgeschwächt. Foto: Tobias Hase/Archiv

Berlin (dpa) - Der Anstieg bei den Steuereinnahmen hält an - der Zuwachs hat sich zur Jahresmitte aber abgeschwächt. Im Juni nahmen Bund, Länder und Kommunen insgesamt 2,1 Prozent mehr Steuern ein als im Vorjahresmonat, wie aus dem aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. 

Das ist das niedrigste Anstieg (ohne reine Gemeindesteuern) seit einem Jahr. Nach wie vor profitiert der Fiskus aber von der stabilen Konjunktur und der guten Beschäftigungslage. In den ersten sechs Monaten lag das Plus mit 5,5 Prozent immer noch deutlich über dem für das Gesamtjahr zuletzt geschätzten Zuwachs (3,7 Prozent).

Die Lohnsteuer trug mit einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahresmonat von 7,8 Prozent erneut zum Plus bei. Die Steuern vom Umsatz legten im Juni nur um 1,0 Prozent zu - nach einem Plus von 6,0 Prozent im Mai. Derartige Schwankungen seien aber nicht ungewöhnlich, hieß es.

"Die nach wie vor günstige binnenwirtschaftliche Entwicklung hat positive Auswirkungen auf die Entwicklung des Steueraufkommens", heißt es. "Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem Aufschwung." Die Gesamtheit der Wirtschaftsdaten spreche dafür, dass sich die konjunkturelle Aufwärtsbewegung im 2. Quartal "mit moderatem Tempo" fortgesetzt habe.

Die Einnahmen aus der Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge machten im Juni nochmals einen Sprung - und zwar um 47,5 Prozent nach fast 60 Prozent bereits im Mai. Der starke Anstieg sei vermutlich auf die Besteuerung von Veräußerungserlösen zurückzuführen, heißt es: "Die Entwicklung an den Aktienmärkten könnte Anleger vermehrt zur Realisierung ihrer Kursgewinne veranlasst haben."

Monatsbericht Juli 2015

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