Steuerfahnder-Affäre weitet sich offenbar aus

Frankfurt. Die Affäre um vier hessische Steuerfahnder, die mit Hilfe von falschen ärztlichen Gutachten zwangspensioniert wurden, weitet sich aus.

Nach Informationen der „Frankfurter Rundschau“ (Samstag) ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt auch gegen einen Medizinaldirektor des Hessischen Versorgungsamtes. Er soll falsche Gesundheitszeugnisse ausgestellt haben. „Wir haben Ermittlungen eingeleitet“, zitiert die Zeitung die Staatsanwältin Doris Möller-Scheu.

Schon 2009 war ein im Auftrag des Hessischen Versorgungsamtes tätiger Psychiater zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er die Fahnder fälschlicherweise für unheilbar psychisch krank erklärt hatte. Der Medizinaldirektor soll sich die falschen Gutachten des Psychiaters ohne eigene Prüfung zu eigen gemacht und der Oberfinanzdirektion mitgeteilt haben, die Fahnder seien dauerhaft dienstunfähig. Aufgrund dieser Fehleinschätzung wurden die Fahnder zwangspensioniert. (dpa)

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