Stiftung: Zahl der Hinrichtungen in China auf 2400 gefallen

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Ein Tatverdächtiger wird von Polizisten ins Gericht in Nanjing gebracht; er wird zum Tod verurteilt und später hingerichtet. In China werden mehr Menschen exekutiert als im Rest der Welt zusammen. Foto: dpa/Archiv

Peking (dpa) - Die Zahl der Hinrichtungen in China ist im vergangenen Jahr nach Schätzungen weiter auf 2400 gefallen. Das berichtete die in den USA ansässige Dui Hua Stiftung, die über gute Beziehungen zu chinesischen Justizkreisen verfügt.

Der seit Jahren beobachtete stetige Rückgang dürfte in diesem Jahr wegen der verstärkten Verhängung der Todesstrafe in der Anti-Terror-Kampagne in der nordwestchinesischen Unruheregion Xinjiang allerdings zu einem Ende kommen, erwartet die Stiftung, die sich für politische Gefangene und Justizreformen in China einsetzt.

Trotz der Abnahme der Exekutionen werden in China immer noch mehr Menschen hingerichtet als im Rest der Welt zusammen. Die Zahl wird als Staatsgeheimnis behandelt. Die renommierte Stiftung stützt sich bei ihrer Schätzung auf veröffentlichte Äußerungen hoher Justizbeamte und eigene Informationen. Der Rekord lag demnach 1983 bei 24 000 Hinrichtungen. 2002 waren es noch 12 000. Seit 2007 müssen alle Todesurteile wieder vom Obersten Gericht in Peking überprüft werden, was zu dem starken Rückgang der Zahlen geführt hat. 2013 sollen sogar 39 Prozent der Todesurteile an untere Gerichte in den Provinzen zur weiteren Beweiserhebung zurückgegeben worden sein.

Dui Hua

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