Trotz Trockenheit: Immer mehr Störche in Niedersachsen

Bruterfolg: Auch in der Einbecker Ortschaft Salzderhelden gelang es einem Storchenpaar, drei Jungvögel aufzuziehen. Archivfoto: Jelinek

Göttingen / Hannover. Trotz schwieriger Umweltbedingungen bleiben Niedersachsens Weißstörche im Aufwind: 495 Paare, unter ihnen etliche Neuansiedler, ließen sich 2011 in Niedersachsen und Bremen nieder.

404 von ihnen zogen 975 Jungstörche auf. Voriges Jahr wurden 446 Storchenpaare gezählt, von denen 367 die gleiche Anzahl Jungvögel aufzogen.

„Es ist das beste Resultat seit 40 Jahren“, freuen sich Hans-Jürgen Behrmann und Gert Dahms als Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Weißstorchschutz im Naturschutzbund (NABU).

Wegen des extrem trockenen Frühjahres hatten die Vogelschützer einen deutlichen Einbruch der Jungenzahlen befürchtet. Vor allem Regenwürmer, Hauptnahrung der Jungstörche in den ersten Wochen, kaum zu finden. Als Vorteil für die Störche erwies sich dagegen, dass noch bis Mitte Mai Äcker umgepflügt und bestellt wurden, wodurch Würmer zu erbeuten waren. Außerdem boten austrocknende Gräben, Bäche und Teiche zusätzliche Nahrungsmöglichkeiten. Dazu kam vielerorts ein reichliches Mäuseangebot.

Was aus Sicht der Naturschützer weiter fehlt, sind Feuchtgebiete. So seien viele Grünflächen für den Maisanbau umgebrochen worden. Für weitere gute Bruterfolge müsse Feuchtgrünland mit entsprechenden Biotopen erhalten oder neu geschaffen werden.

Winter in Spanien

Das 2011 ein so gutes Storchenjahr in Niedersachsen war, führen die Vogelschützen vor allem auf verbesserte Nahrungsbedingungen in den afrikanischen Überwinterungsgebieten zurück. Viele Störche blieben wegen des guten Nahrungsangebotes zum Überwintern gleich in Spanien. Wegen des kürzeren Weges gibt es weniger Verluste beim Vogelzug. Außerdem treffen die Störche von Spanien aus früher im Jahr wieder in Niedersachsen ein: „Das ist für eine erfolgreiche Brut meist von Vorteil.“

Von Christoph Papenheim

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